A. Lühr-Lehrs

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Therapie chronischer Krankheiten


Inhalt dieses Abschnitts:

DAS THERAPIEKONZEPT MIT GALIVERT, HERALVENT UND ORICANT

Das therapeutische Ziel ist die Rehabilitation der Immunleistungen.

Chronische Krankheiten, langjährig bestehend, zeichnen sich durch ein multifaktorielles Geschehen aus. Fakultativ pathogene Pilze unterhalten in diesem Geschehen oft einen Circulus vitiosus, indem sie durch Infektion pathologisch veränderter Gewebe eine Immunblockade unterhalten.
Die Therapie eines Organs oder Organsystems eliminiert sie nicht zwangsläufig, da Pilze sämtliche Gewebeschranken überwinden und in andere Organe einwandern.

Die Überwindung chronischer Krankheiten setzt die Rückgewinnung der Abwehrleistung gegen Pilzinfektionen voraus. Die Verordnung von GALIVERT, HERALVENT und ORICANT kürzt die Heilungszeit und hebt die Erfolgsaussichten wesentlich.

Ausgewählte Kasuistiken

Aus verschiedenen Fachbereichen der Medizin wird die Entwöhnung von chemisch-synthetischen Arzneimitteln, die Einregulierung der Organfunktionen und die naturgerechte mykologische Therapie mit GALIVERT, HERALVENT und ORICANT vorgestellt.

Günstigerweise wird mit einer vorsichtigen Dosierung begonnen, um die Toxinbelastung der wieder aufgenommenen Immunreaktionen gering zu halten.
Im Behandlungsverlauf wird entweder nach mykologischem Befund oder nach Symptom verordnet. Wird Deckungsgleichheit zwischen Symptom und Pilzbefund diagnostiziert, ist der günstigste Moment für die Einzelverordnung erreicht.

Das Symptomenverzeichnis wurde von 1982 - 1989 durch Auswertung einer über 2000 Patientenbehandlungen liegenden Fallzahl verfaßt. Die Symptome bestehen entweder schon zu Beginn der Therapie oder sie entwickeln sich als Mitteilungsbilder für physisch-psychische Krankheitszustände.


MYKOLOGISCHE BEFUNDERHEBUNG:

Der mykologische Befund wurde nur ausnahmsweise zu Beginn der Behandlung erhoben, da während chemisch-synthetischer Therapie mit Abwehrschwäche gegenüber Pilzen gerechnet werden muß.
In der Regel wurden 2-6 Monate nach Beginn der antihomotoxischen Behandlung die ersten mykologischen Untersuchungen durchgeführt. Sobald der Patient auf chemisch-synthetische Arzneimittel weitestgehend verzichten kann oder sie ganz durch natürliche Arzneistoffe ersetzt werden konnten, ist der Zeitpunkt günstig. Durch die antihomotoxische Behandlung kommt es zur Erholung der immunologischen Regelkreise (Perger), die Phagozytoseaktivität des leuko- und lymphozytären Systems wird neu belebt, was nicht selten an einer exsudativ-allergischen Phase erkennbar ist, die nach naturheilkundlichen Erkenntnissen nicht unterdrückt werden darf. Häufig sind die Gewebe, in denen sich akut entzündliche Prozesse abspielen, frühere Eintrittswege der Keime, und nicht selten erscheinen dieselben Pilze während der Therapien für das Immunsystem wieder auf der Oberfläche von Haut und Schleimhaut. "Elektronenoptische und histologische Untersuchungen haben gezeigt, daß Sproßpilze in der Scheide ihre Lebensweise ändern können. Sie verlassen ihre rein oberflächliche Stellung und dringen in die intakten oberflächlichen Schleimhautschichten ein." S.A. Qadripur in: pilzdialog 3/1988, S. 43, Schwarzeck-Verlag München.

Beispiel:  KZS 44

Eine 50 Jahre alte Patientin ist seit 6 Monaten in schulmedizinischer Behandlung wegen starker Schmerzen im gesamten Mund und der Vulva.
Nach erfolglosen Therapieversuchen des Hausarztes, des Frauenarztes, wird die Patientin in die Universitätshautklinik Bonn zur histologischen Untersuchung überwiesen.

Befund:  BSG 19/42, sämtliche anderen Parameter ob.; Serumanalyse; Abstriche nur der Vagina: verschiedene fakultativ pathogene Keime, kein Candidawachstum, LE-Zellen nicht nachweisbar. (Die Patientin war bereits mit Candio-Hermal und Dequonal-Lösung behandelt worden.)
Nuklearmedizin: Struma nodosa Grad II, Euthyreose Histologie einer Biopsie von der Vulva li: teilweise erosiver Lichen ruber mucosae

Diagnose:  Lichen ruber mucosae der Mundschleimhaut und der Genitalschleimhaut

Therapie:  Kamillosan-Mundspülung, Betnesol Pastillen vaginal, Sulmycin-creme intern; 8 mg Urbason täglich, 1x 1/2 L-Thyroxin 100

Am 7.4.81 kommt die Patientin in die naturheilkundliche Behandlung:
Außer L-Thyroxin werden alle anderen Arzneimittel abgesetzt.

Antihomotoxische Therapie nach Reckeweg, Heralvent und Galivert, bis September 81 sehr wechselnder Zustand, zwischenzeitlich Ekzem, nach 2 Monaten abgeheilt, ein Zungenabstrich im Oktober ergibt

Candida albicans und Torulopsis glabrata

Therapie:  Oricant abends 8 Tropfen

Es kommt zur Besserung der Mund- und Eßbeschwerden, die Patientin litt an Gewichtsverlust. Sie wog nur noch 47 kg. Jetzt treten Knochenschmerzen und Kopfschmerzen auf. Ein Kopfhaarrandekzem erscheint kurzfristig.
Innerhalb von 4 Wochen hat sich die Mundschleimhaut normalisiert.
Gewicht aufgeholt bis März 82, im Sept. 82 nochmals Vaginalerkrankung durch Pilze, nur mit einem Antimykotikum therapiert, durch den Gynäkologen. Seit der Zeit gesund, der Ehemann war in die Behandlung miteinbezogen worden.

Es kann angenommen werden, daß sich die Hefepilze in tiefer gelegene Gewebsschichten zurückgezogen hatten.

Diagnostik pathogener Pilze des Menschen und seiner Umwelt
Gleichnamiger Titel des mykologischen Lehrwerkes von H. P. R. Seeliger und Th. Heymer.

Zur Diagnostik gehören: Sämtliche Organe, die Beschwerden verursachen.
Das Suchprofil:

Verschiedene Autoren fordern das unmittelbare Aufbringen der Proben auf den Nährboden (H. Kolb, F. Perger).

Erfolglosigkeit der therapeutischen Bemühungen macht weitere Untersuchungen notwendig:

Ein immungeschwächter Patient muß vor der Kontamination mit Krankheitskeimen geschützt werden.


THERAPIE DER MYKOSEN

1. Natürliche Arzneimittel zur Rehabilitation der Immunorgane.

2. Umwelt- und Raumluftdesinfektion. Die Aufnahme fakultativ pathogener Keime muß reduziert werden.

3. Gezielte Keimbeseitigung am Entzündungsort zur Entlastung des Immunsystems:

Mund- und Darmspülungen mit geeigneten Kräuterauszügen wie Absinthium-Urtinktur nüchtern oder abends 15 Tropfen auf 1 Glas Quellwasser, Absinthium als Tee (Wermuttee), als homöopathische Arzneimittel eignen sich Asa foetida D2 Trituration, 5x 1 LS (Plastikteelöffel) und Raphanus sativus, schwarzer Rettich, Urtinktur, D1-D2 täglich bis 5 Gaben, 1-5 x 5 Tropfen.
Die Atemwege werden bis zur Erholung der Immunabwehr mit Inhalationen ätherischeröle (Melisse, Thymian, Bohnenkraut) oder Meersalzlösungen keimarm gehalten.

Diese 3 Therapien sind nur gemeinsam durchgeführt erfolgreich.

Für Rezidive und mangelnde Reaktion kann die überhöhte Aufnahme von Pilzen und Bakterien aus der Umwelt verantwortlich sein.


DERMATOLOGIE

Herpes labialis

Patient:  RMS 65

Anamnese:  Seit der Geburt des 2. Kindes während der Zyklusblutung regelmäßig Herpes labialis. Während der Schwangerschaft wurde auf ärztliche Anweisung ein synthetisches Schilddrüsenhormon eingenommen. Die Tochter leidet seit der Geburt an einem endogenen Ekzem.

Verordnung:  Im Stadium der Krustenbildung

Heilung:  Nach 4 Tagen Anwendung subjektiv u. objektiv völlige Wiederherstellung. Arzneimitteleinnahme insgesamt 3 Wochen. Seit Ende der Behandlung Mai 1985 seltene Rezidive, die ohne Behandlung abheilen.

Neurodermitis

Patient:  EMS 9, 3 J.

Anamnese:  Das Ekzem besteht seit 2 Jahren und begann zwischen den Fingern.

Das Kind wurde bisher vom Hausarzt und einem Facharzt mit verschiedenen Salben behandelt, seit einem Jahr muß eine Cortisonsalbe aufgetragen werden, da das Kind sonst abends im Bett stundenlang von Juckreiz wachgehalten wird. Die Mutter mußte in der Schwangerschaft L-Thyroxin einnehmen, vielleicht besteht ein Zusammenhang dazu.

Außer der Bettwärme verschlimmert das Zusammensein mit dem Hund der Großmutter.

Die Kleine beginnt Verhaltensstörungen zu zeigen, wie die Mutter berichtet, hat außergewöhnlich oft mit Schnupfen und Augenentzündungen zu tun.

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Neurodermitis - Esther vor der Therapie
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Zunge von Esther - Glossitis durch Candida albicans

Therapie:  Die Cortisonsalbe wird abgesetzt, statt dessen 4 Wochen die VAN GUARD HAUTSALBE, die die Kleine sich selbst aus dem Kühlschrank holt, wie die Mutter erfreut mitteilt. Nach 4 Wochen wird auf CHAMOMILLA-SEBUM-TAURINUM-LÜHR gewechselt, täglich Waschungen mit Meersalzlösungen.

Zu Beginn GALIVERT 5 Tropfen, 2 x wö.; Graphites D 12 täglich 3 Tropfen; Sulfur D 8, 2 x wö. 3 Tropfen; Berberis D 12, tägl. 3 Tropfen; ORICANT nach 2 Monaten 3 x wö. 5 Tropfen, 2 Monate indiziert wegen einer schweren Stomatitis, später nach Befund.

Mykologischer Befund:  Candida albicans

Es müssen mehrere Katarrhe behandelt werden und der Keuchhusten.

Während der Behandlung kommt es immer wieder zur Verschlimmerung der Neurodermitis, die nach Absetzen der Cortisonsalbe Gesicht, Hals und vorderen Brustkorb befallen hat, wenn Mutter und Bruder an Herpes simplex leiden. Daraufhin werden Mutter und Bruder in die Therapie hinein genommen. Der Erfolg erstaunt, die Rückfälle vermindern sich, es kommt zur kontinuierlichen Besserung.

Nachdem Mutter und Bruder 3 Monate lang 3 x wöchentlich GALIVERT und ORICANT eingenommen haben, leidet die Mutter nicht mehr an Herpes simplex, der Bruder nur noch wenn außer Haus Limonade getrunken worden ist (Aussage der Mutter).

Nach 8 Monaten wird Psorinum CM 2 Globuli in der Praxis verabreicht, der Mutter 2 x 5 Globuli.

Innerhalb eines Jahres von April 85 - April 86 gesundet das Mädchen.

Letzte Mitteilung Januar 1989, keine Hautrezidive mehr.

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Mutter und Tochter Esther zum Ende der Therapie


ORTHOPÄDIE

Spondylarthrosis deformans 1977
im lumbosacralen Übergang
Iridocyclitis 1978, rezidivierend

Iliosacralarthritis 1984
Skoliose linkskonvex 1986

Patient:  PRS 61

Anamnese:  Klinischer Befund 1981: Elektrophoretisch Dyproteinämie

Antistreptolysinfaktor auf 800 SE erhöht, BSG 18/45, Kroatin mäßig erhöht, Ferritin unter der Norm, Erythrozyten erniedrigt, mäßiggradige Dysplasie der Hüftgelenkpfannen beidseitig, Spondylarthrosis lumbosacral.

Mehrere Penicillin-Behandlungen wegen der rezidivierenden Iridocyclitis und durch die Annahme eines Streptokokkeninfektes, dessen Organlokalisation nicht gefunden wurde. Gegen die Hüftgelenkschmerzen, die erstmals 1980 auftraten seit mehreren Jahren wechselnde antirheumatische Medikamente.

Seit 2 Jahren: Ambene Suppositorien, Voltaren B Kapseln und Ammuno-Suppositorien regelmäßig.

Therapie:  Beginn Juni 1986

Beschwerden: Trotz massiver chemisch-synthetischer Therapie morgendliche Bewegungsunfähigkeit, die erst nach einem heißen Bad und gymnastischen Übungen und der Einnahme der Schmerzmittel überwindbar ist.

Der Patient ist als Forstaufsichtsbeamter Nässe und Kälte das ganze Jahr über ausgesetzt. Die Hüftgelenkbeschwerden verschlimmern sich erheblich nach Wettereinflüssen. Es liegt eine hochgradige Obstipation bis zu 8 Tagen vor.

Mikrobiologischer Befund:  Aspergillus spec. massiv im Stuhl

Antihomotoxische Therapie und Neuraltherapie 2 x wöchentlich. Die chemisch-synthetischen Medikamente werden sofort um die Hälfte reduziert. Gegen die Schmerzen werden Dolo-Arthrosetten 2 - 4 Dragees eingesetzt, um von den Ammunosuppositorien herunter zu kommen. In Dolo-Arthrosetten wirkt neben Heilkräutern Paracetamol.

HERALVENT, GALIVERT, ORICANT 2 x wöchentlich je 8 Tropfen.

Diese vorsichtige Dosierung wird gewählt, um akute Entzündungsphasen in diesen schweren Fällen zu vermeiden. Ab Herbst 1986 nur noch eine Mischinjektion pro Woche.

Im Frühjahr 1987 benötigt der Patient keine chemisch-synthetischen Medikamente mehr, selten Dolo-Arthrosetten. Die Injektionen werden zunächst beendet und in den darauffolgenden Jahren nur 1-4 mal bei arthritischen Schmerzprozessen gegeben, was ab 1987 im Jahr 1-2 mal nötig ist.

Im Juni 1987 akutes HWS-Syndrom mit starken Schmerzen. Jeden 2. Tag HERALVENT 8 Tropfen.

Nach 14 Tagen sind nicht nur die Nackenschmerzen fast beseitigt, zum Erstaunen des Patienten besserten sich auch die Wirbelsäulen- und Hüftgelenkschmerzen deutlich.

Eine Woche später akute Periarthritis humeroscapularis. Rasieren unmöglich, der Arm kann nicht gehoben werden, re. Schultergelenk betroffen.

Einige Tage zuvor setzte eine schon überwunden scheinende Obstipation wieder ein.

ORICANT täglich 2 x 8 Tropfen und Neuraltherapie mit Procain Rödler 2% an den Plexus brachialis und an die Schultergelenkkapsel, sowie an das Periost der Schultergelenkpfanne.

Sofortiges Nachlassen der Schmerzen, 3 Tage später wieder Bewegungsfreiheit, 14 Tage später ist die Entzündung abgeklungen. Beschwerden keine mehr.

Noch während der Behandlung trat die Periarthritis auch im linken Schultergelenk auf, heilte jedoch unter derselben Therapie zeitgleich.

Erfolg:  Die Skoliose ist inzwischen, fachärztlich bestätigt, beseitigt. Der Patient unterzog sich regelmäßig der Krankengymnastik und trainierte ebenfalls zu Hause.

Die Iridocyclitis trat jährlich seitdem 1 mal auf und konnte mit Ruta und Euphrasia behoben werden.

Der Patient konsultierte zur Überwachung einen Augenarzt.

Eine urologische Untersuchung ergab eine Nierencyste li. mit nur geringgradiger kompensierter Niereninsuffiziens 1990. Kein Restharn. Der Streptokokkenherd könnte in der Niere beheimatet sein, da die BSG ständig erhöht bleibt. Trotzdem konnte das Gesamtbefinden des Patienten bis 1991 wesentlich gebessert werden. Die Arbeitsfähigkeit wurde erhalten, was den Wäldern der Eifel zu Gute kommt. Auf Grund der Waldschäden fällt durch die Aufforstung viel und schwere Arbeit an.

Neben einer allgemeinen antiphlogistischen Therapie nimmt der Patient HERALVENT, GALIVERTund ORICANT jährlich je 1 x 10 ml im Frühjahr und Herbst ein.

In 1990 fast ohne Schmerzen, 1991 im Herbst Ischialgie und Oberschenkelschmerzen mit Empfindungsstörungen. Unter der geschilderten Therapie beseitigt.

Nur noch ausnahmsweise morgendliche Beschwerden.

Stand 12/1991


NEUROLOGIE

Gesichtsmuskelatrophie

Speichelfluß nach Facialislähmung
Tränenfluß, Lidspasmus

Patient:   LFS 43

Anamnese:  1977 Facialisparese, die sich nicht völlig zurückbildete. Es blieben bestehen eine Atrophie der Wangen- und Lippenmuskulatur, Lidspasmus beim Sprechen, Tränen und Speichelfluß beim Essen und Sprechen. Die rechte Seite ist betroffen.

Die Patientin ist 69 Jahre alt und leidet an Multimorbidität, wie sich im Laufe des folgenden Behandlungsjahres herausstellt. Seit dem 2. Weltkrieg ständige Rückenschmerzen, seit Jahren rezidivierende Cystitiden und Sinusitis mit verstopfter Nase und eiterigem Sekret. Klage führt die Patientin derzeit über Einschlafstörungen wegen eines pathologischen Geräusches, das sich von der Nase ausgehend in den Kopf fortsetzt: "Abends im Bett höre ich Knistern und Knacken in und über der Nase, das sich bis in den Kopf fortsetzt."
Außerdem fragt sie, ob der Speichelfluß und der Lidspasmus verringert werden könne.

Therapie:  Allgemeine Injektionskur mit immunstimulierenden Injektionen und spezifischen Nervenmitteln nach den Regeln der Homotoxikologie und Homöopathie. Die Arzneimitteldiagnose nach Kent gibt im III. Buch, Rubrik Nase, Empfindungen, Knistern an: Aconitum napellum und Sulfur.

Es werden beide Mittel in der LM gegeben 1 x 5 Tr., um die Wirkung von Sulfur abzuschwächen.

Nach vier Wochen kommt es zur Krise. Die Patientin legt sich mit Benommenheit, Gesichtsschwellung, Taubheit des linken Armes und einer beginnenden Facialislähmung links zu Bett.

Es werden 2 x täglich Mischinjektionen zur Entkrampfung der Gefäße, Entzündungssteuerung und gegen Erregergifte injiziert: Secale cornutum, Spigelia, Glonoinum, Causticum und Arnika, sowie Kombinationsmittel.

Nach drei Tagen haben sich die Lähmungserscheinungen zurückgebildet, die Krise ist überwunden, die Patientin verläßt bereits das Bett. Bald darauf wird die Therapie fortgesetzt.

Da das toxische Herdgeschehen im Kopf lokalisiert ist, wird HERALVENT 4 Wochen lang täglich 6 Tr. eingenommen. Schon nach 8 Tagen deutliche Verringerung des Lidspasmus. Nach 4 Wochen weitere Dosierung mit 3 x wöchentlich 6 Tr.

Therapieerfolg:  Nach 1 Jahr ist der Lidspasmus, Tränen- und Speichelfluß völlig beseitigt, die Muskelathropie wesentlich zurückgebildet. Innerhalb der Nachbeobachtungszeit von 6 Jahren keine Lähmungserscheinungen mehr.

Selbstverständlich hat auch die antihomotoxische Behandlung zu dem Erfolg beigetragen. Allerdings lassen sich seit der Therapiemöglichkeit mit HERALVENT die Ergebnisse um ein Vielfaches verbessern. Unter HERALVENT kam es auch während der erneut aufgenommenen Behandlung mit Sulfur und Aconitum nicht wieder zu Schwierigkeiten, sondern zur Beseitigung der pathologischen Kopfgeräusche.