A. Lühr-Lehrs |
Wiesenbärenklaue, heracleum sphondyliumInhaltsstoffeHeracleum sphondylium enthält Kampferöl, Phellopterin, Pimpinellin, Isopimpinellin, Sphondin, Bergapten (Heraclin), Isobergapten, Xanthotoxin, Umbilliferon, Rutin, Trimethylamin, Isoamylamin, Imperatorin, Pellopterin, Pentacosan, Heptacosan, Octacosan, Nonacosan, Tricontan, Hentriacontan, Beta-Sitosterin, Cerylalkohol, ätherisches Öl, Glutamin-, Arginin-, Petroselin-, Öl-, Linol-, Palmitin-, Chlorogen- und Kaffeesäure. Als Ferment wurde Chlorophyllase nachgewiesen. PharmakologieDie fluoreszierenden Furocumarine des Bärenklaus besitzen eine photosensibilisierende Wirkung, sie erzeugen die sogenannte "Wiesendermatitis". Klaber konnte eine spasmogene (krampferzeugende) und mutagene (DNA-verändernde) Wirkung der Furocumarine nachweisen. Pimpinellin und Isopimpinellin haben spezifische Wirkung bei Tuberkulose. Anwendung der homöopathischen Potenzierung D2 in HERALVENT. Zentrales Nervensystem Lähmung der Nervus trigeminus, N.
lingualis und N. facialis. Wirbelsäule HWS-Syndrom mit Bewegungssperre,
Schulterhochstand durch Muskelkrampf (in der Literatur
werden Muskelkrämpfe bei Vorliegen von Magenleiden
genannt). Atemwege Magen Endokrine Drüsen Genitale Haut Seborrhoea capititis, Hefepilzinfektion der Kopf- und Gesichtshaut, evtl. oberer Brust- und Schulterbereich. Trockene, kleieartige Schuppung, Krusten in der behaarten Kopfhaut. Berichte über die Wirkung bei hypotonen Kreislaufkrisen mit schweren Schwindelzuständen liegen vor. Außerdem wird HERALVENT verordnet bei Schmerzen unter dem linken Rippenbogen, über der Milz, Angstzuständen, hochgradiger Empfindlichkeit der Augen gegen Sonnenlicht (ZNS) und einer stark erhöhten Lidschlagfolge. |