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A. Lühr-Lehrs

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DAS THERAPIEKONZEPT MIT GALIVERT,
HERALVENT UND ORICANT

Das therapeutische Ziel ist die Rehabilitation der Immunleistungen.
 

Chronische Krankheiten, langjährig bestehend, zeichnen sich durch ein multifakto­rielles Geschehen aus. Fakultativ pathogene Pilze unterhalten in diesem Geschehen oft einen Circulus vitiosus, indem sie durch Infektion pathologisch veränderter Gewebe eine Immunblockade unterhalten.
Die Therapie eines Organs oder Organsystems eliminiert sie nicht zwangsläufig, da Pilze sämtliche Gewebeschranken überwinden und in andere Organe einwandern.
Nur Naturstoffe mit systemischer Wirkung, die die Impulssteuerung des ZNS, des phagozytären Zellsystems und die Sauerstoffaufnahme regeln, verhindern unter Einbeziehung des Immunsystems die Vermehrung der Pilze und tragen zur Überwindung der Pilzinfektion bei.
Nach Überwindung der Pilzinfektion oder Mykotoxin­intoxikation sind Organerkrankungen einer speziellen Therapie zugänglich.
 

Die Heilung setzt das Absetzen chemisch-synthetischer Arzneimittel voraus.
In der Zeit der Entwöhnung mit ausschleichender Dosierung müssen die großen Organsysteme Niere, Leber, Herz-Kreislauf, Gehirn in ihrer Funktion unterstützt werden. Die antihomotoxische Therapie nach H.H. Reckeweg hat bewiesen, dass die Lähmung der Eigenfunktionen durch chemisch-synthetische Stoffe aufgehoben werden kann.
 

Die Überwindung chronischer Krankheiten setzt die Rückgewinnung der Abwehrleistung gegen Pilzinfektionen voraus. Die Verordnung von GALIVERT, HERALVENT und ORICANT kürzt die Heilungszeit und hebt die Erfolgsaussichten wesentlich.

 

 

Ausgewählte Kasuistiken

Aus verschiedenen Fachbereichen der Medizin wird die Entwöhnung von chemisch-synthetischen Arzneimitteln, die Einregulierung der Organfunktionen und die naturgerechte mykologische Therapie mit GALIVERT, HERALVENT und ORICANT vorgestellt.

Günstigerweise wird mit einer vorsichtigen Dosierung begonnen, um die Toxinbelastung der wieder aufgenommenen Immunreaktionen gering zu halten.
Im Behandlungsverlauf wird entweder nach mykologischem Befund oder nach Symptom verordnet.Wird Deckungsgleichheit zwischen Symptom und Pilzbefund diagnostiziert, ist der günstigste Moment für die Einzelverordnung erreicht.

Das Symptomenverzeichnis wurde von 1982 - 1989 durch Auswertung einer über 2000 Patientenbehandlungen liegenden Fallzahl verfasst. Die Symptome bestehen entweder schon zu Beginn der Therapie oder sie entwickeln sich als Mitteilungsbilder für physisch-psychische Krankheitszustände.

 

ASTHMA - und NEURODERMITIS - THERAPIEKONZEPT

bitte gesondert anfordern.

MYKOLOGISCHE BEFUNDERHEBUNG:


Der mykologische Befund wurde nur ausnahmsweise zu Beginn der Behandlung erhoben, da während chemisch-synthetischer Therapie mit Abwehrschwäche gegenüber Pilzen gerechnet werden muss.
In der Regel wurden 2 - 6 Monate nach Beginn der antihomotoxischen Behandlung die ersten mykologischen Untersuchungen durchgeführt. Sobald der Patient auf chemisch-synthetische Arzneimittel weitestgehend Verzichten kann oder sie ganz durch natürliche Arzneistoffe ersetzt werden konnten, ist der Zeitpunkt günstig. Durch die antihomotoxische Behandlung kommt es zur Erholung der immunologischen Regelkreise (Perger), die Phagozytoseaktivität des leuko- und lymphozytären Systems wird neu belebt, was nicht selten an einer exsudativ-allergischen Phase erkennbar ist, die nach naturheilkundlichen Erkenntnissen nicht unterdrückt werden darf. Häufig sind die Gewebe, in denen sich akut entzündliche Prozesse abspielen, frühere Eintrittswege der Keime, und nicht selten erscheinen dieselben Pilze während der Therapien für das Immunsystem wieder auf der Oberfläche von Haut und Schleimhaut. ”Elektronenoptische und histologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Sprosspilze in der Scheide ihre Lebensweise ändern können. Sie verlassen ihre rein oberflächliche Stellung und dringen in die intakten oberflächlichen Schleimhautschichten ein.“ S.A. Qadripur in: pilzdialog 3/1988, S. 43, Schwarzeck-Verlag München.  

Beispiel: KZS 44

Eine 50 Jahre alte Patientin ist seit 6 Monaten in schulmedizinischer Behandlung wegen starker Schmerzen im gesamten Mund und der Vulva.
Nach erfolglosen Therapieversuchen des Hausarztes, des Frauenarztes‚ wird die Patientin in die Universitätshautklinik Bonn zur histologischen Untersuchung überwiesen.  

Befund: BSG 19/42, sämtliche anderen Parameter ob.; Serumanalyse; Abstriche nur der Vagina: verschiedene fakultativ pathogene Keime, kein Candidawachstum, LE-Zellen nicht nachweisbar. (Die Patientin war bereits mit Candio-Hermal und Dequonal-Lösung behandelt worden.)

Nuklearmedizin: Struma nodosa Grad II, Euthyreose Histologie einer Biopsie von der Vulva li: teilweise erosiver Lichen ruber mucosae

Diagnose:  Lichen ruber mucosae der Mundschleimhaut und der Genitalschleimhaut

Therapie: Kamillosan-Mundspülung, Betnesol Pastillen vaginal, Sulmycin-creme intern; 8 mg Urbason täglich, l x l/2 L-Thyroxin 100

Am 7.4.81 kommt die Patientin in die naturheilkundliche Behandlung:

Außer L-Thyroxin werden alle anderen Arzneimittel abgesetzt.
 

Antihomotoxische Therapie nach Reckeweg, Heralvent und Galivert, bis September 8l sehr wechselnder Zustand, zwischenzeitlich Ekzem, nach 2 Monaten abgeheilt, ein Zungenabstrich im Oktober ergibt

Candida albicans und Torulopsis glabrata

Therapie: Oricant abends 8 Tropfen

Es kommt zur Besserung der Mund- und Essbeschwerden, die Patientin litt an Gewichtsverlust. Sie wog nur noch 47 kg. Jetzt treten Knochenschmerzen und Kopfschmerzen auf. Ein Kopfhaar­randekzem erscheint kurzfristig.

Innerhalb von 4 Wochen hat sich die Mundschleimhaut normalisiert.
Gewicht aufgeholt bis März 82, im Sept. 82 nochmals Vaginalerkrankung durch Pilze, nur mit einem Antimykotikum therapiert, durch den Gynäkologen. Seit der Zeit gesund, der Ehemann war in die Behandlung miteinbezogen worden.

Es kann angenommen werden, dass sich die Hefepilze in tiefer gelegene Gewebsschichten zurückgezogen hatten.
 

Diagnostik pathogener Pilze des Menschen und seiner Umwelt

Gleichnamiger Titel des mykologischen Lehrwerkes von H. P. R. Seeliger und Th. Heymer.

Zur Diagnostik gehören: Sämtliche Organe, die Beschwerden verursachen.

Das Suchprofil:

Mund-Rachenabstrich
Nasensekret
Anusabstrich
Faeces‚ frisch abgesetzt, mindestens innerhalb von 30 min. 1g auf den Nährboden aufbringen.
Urinsediment, frisch gewonnen auf den Nährboden.
innerhalb von 4 Wochen wiederholen, evt. öfter.

Verschiedene Autoren fordern das unmittelbare Aufbringen der Proben auf den Nährboden (H. Kolb‚ F. Perger).

Erfolglosigkeit der therapeutischen Bemühungen macht weitere Untersuchungen notwendig:

Lebenspartner
Familienangehörige, auch wenn keine Beschwerden angegeben werden
Raumluft
Blumenerde, Umgebung des Hauses, Kellerräume, Teppiche
Tiere in der Wohnung

Ein immungeschwächter Patient muss vor der Kontamination mit Krankheitskeimen geschützt werden.

THERAPIE DER MYKOSEN

l. Natürliche Arzneimittel zur Rehabilitation der Immunorgane.

2. Umwelt- und Raumluftdesinfektion. Die Aufnahme fakultativ pathogener Keime muss reduziert werden.

3. Gezielte Keimbeseitigung am Entzündungsort zur Entlastung des Immunsystems:

Mund- und Darmspülungen mit geeigneten Kräuterauszügen wie Absinthium-Urtinktur nüchtern oder abends 15 Tropfen auf l Glas Quellwasser, Absinthium als Tee (Wermuttee), als homöopathische Arzneimittel eignen sich Asa foetida D 2 Trituration, 5 x l LS (Plastikteelöffel) und Raphanus sativus, schwarzer Rettich, Urtinktur, Dl - D2 täglich bis 5 Gaben, l-5 x 5 Tropfen.
Die Atemwege werden bis zur Erholung der Immunabwehr mit Inhalationen ätherischer Öle (Melisse‚Thymian,Bohnenkraut) oder Meersalzlösungen keimarm gehalten.

Diese 3 Therapien sind nur gemeinsam durchgeführt erfolgreich.

Für Rezidive und mangelnde Reaktion kann die überhöhte Aufnahme von Pilzen und Bakterien aus der Umwelt verantwortlich sein.

Heuschnupfen

Patient: TGK 71, 21 J.

Anamnese: Nach einer Tonsillektomie wegen häufiger Anginen, erstmalig Heuschnupfen. Bisher nur Histaminpräparate.

Befund:  Parodontose und deutlich sichtbare, leicht gelbe Bläschen am Gaumensegel.

Beschwerden:  Beim Erwachen verstopfte Nasenhöhlen, beim Naseputzen hörbares Quietschgeräusch, über Tag Fließschnupfen mit häufigem Niesen.

Therapie:  Die Therapie wird in diesem unkomplizierten Fall ausschließlich mit GALIVERT‚ HERALVENT und ORICANT geführt.

Mo., Di., Mi. Galivert

Do.‚ Fr., Sa. Heralvent

So.‚ Mo., Do. Oricant je 6 Tro. l x tägl.

Einen Monat später gibt der Patient eine ca. 70% Besserung an; wörtlich: ”Ich fühle mich nur noch unbedeutend gestört.”


Heuschnupfen

und Allergie gegen Katzenhaare

Patient: MGK 102, 20 J.

Anamnese:  Die Rhinitis allergica besteht seit drei Jahren und wurde bisher mit VOLTAREN behandelt. Die Katzenhaarallergie besteht ebenso lange, die Patientin reagiert auf ihre Katze mit Niesen und Fließschnupfen, unerträglich in der Zeit der Rhinitis allergica, da dann außerdem noch Juckreiz in der Nase dazu kommt.

Untersuchungsbefund:  R/R 100/70

Therapie:  GALIVERT, HERALVENT und ORICANT täglich je 6 Tropfen l4 Tage

lang. Im Vergleich zum Fall TGK 71 wurde die Dosierung höher gesetzt, da ein halbes Jahr zuvor eine Nephritis mit Antibiotika behandelt worden war und im Kindesalter eine Windpocken­erkrankung Sehstörungen und Kopfschmerzen für mehrere Jahre hinterließ. Außerdem konnte die Therapie erst im Juli begonnen werden.

Es kommt nach zwei Wochen zu einem fieberhaften Infekt mit verstärktem Schnupfen und Husten. Die Arzneimittel werden abgesetzt, Pat. nimmt selbst Vitamine vermehrt ein.

Zwei Wochen später völlige Genesung, auch der Heuschnupfen ist abgeklungen.

Ein Jahr später wird die Therapie im Juni begonnen. Da der Blutdruck immer noch sehr niedrig ist, der Allgemeinzustand mit Schwäche beschrieben wird, nachts Schweiß vorliegt und im Jahr zuvor die Nierenentzündung aufgetreten war, werden jetzt zu GALIVERT, HERALVENT und ORICANT die Arzneimittel Carbo vegetabilis LM 12 und Sabadilla LM l8, jedes Mittel 2 x 8 Tro. Tägl. verordnet.

Zwei Monate nach Behandlungsbeginn ist die Nase beschwerdefrei, nicht mehr verstopft, Niesreiz selten, und die Katzenhaarallergie ist beseitigt! Die Patientin kann die Katze beschwerdefrei anfassen.


Heuschnupfen

und begleitende asthmoide Bronchitis

Patient:  KRS 76 ‚ 17 J.

Untersuchungsbefund: Gerötete Augenlider, Gesichtshaut Seborrhoea sicca, (kleieförmige Schuppung), Schwellung Nasenbereich.

Vorgeschichte:  Seit 7 Jahren im Frühjahr Heuschnupfen, von mehreren Ärzten mit ”herkömmlichen” Medikamenten behandelt. Der Patient schildert massive Symptome.

Therapie (1985 - 9/87): Die Behandlung wird Ende Mai begonnen. Die verordneten Medikamente werden sofort abgesetzt. Rezeptiert wird Schwef-Heel 2 x 15 Tropfen. Heralvent täglich 8 Tropfen vormittags; Galivert Di. und Do. 8 Tropfen; Oricant Mo.‚ Mi. und Fr. 8 Tropfen mittags.

Nach 14 Tagen 2. Konsultation. Patient klagt über häufiges Naseputzen tagsüber, gelegentlich Juckreiz der Augen. Seit einigen Tagen vermehrt Atemnot. Nächtliches Erwachen gegen 4.30 Uhr wegen Luftnot. Juckreiz in der Nase, Naseputzen bessert. Niesen bis zu 30 Min. lang. Schnupfen morgens, besser ab 10 Uhr.

Gegen die Atemnot und den Husten wird ein Hustenmittel rezeptiert und Mercurius-Heel 3 x 2 Tabletten.

Galivert und Oricant werden vorübergehend abgesetzt. 3 Tage nach der zweiten Konsultation erleidet der Patient auf dem Schulweg einen Asthmaanfall. Er begibt sich sofort in eine ärztliche Praxis und erhält eine Injektion mit sofortiger Wirkung auf den Bronchialkrampf. Drei Tage später setzt der Patient die vom Kollegen verschriebenen Medikamente ab und nimmt das naturheil­kundliche Rezept wieder ein.

Eine Woche später dritte Konsultation. Der Patient kann jetzt die Atemnot nachts ertragen, fragt jedoch nach stärkeren Mitteln.

Rezeptur: Isephca 3 x 20 Tr., Delmasthin 3 x 7 Tropfen 30 min. später einnehmen. Später wird Isephca durch ein anderes Hustenmittel ersetzt.

GALIVERT, HERALVENT und ORICANT 2 x wöchentlich je 8 Tr.

Der Patient erscheint noch einmal vor seinem Urlaub, Husten und Atemnot noch gelegentlich, Schnupfen und Augenjuckreiz treten seit 3 Wochen nicht mehr auf. Wöchentlich werden GALIVERT, HERALVENT und ORICANT jetzt nur noch 1 x je 8 Tro. an einem Tag eingenommen.

In den beiden folgenden Jahren wird jeweils Vier Wochen GALIVERT, HERALVENT und ORICANT 6 Wochen lang 3 x wöchentlich je 8 Tropfen eingenommen, da sich zu Beginn des Frühjahrs leichte Heuschnupfensymptome einstellen.

Vier Jahre nach Behandlungsbeginn beginnt der Patient nach seinem Abitur das Studium der Forstwirtschaft, arbeitet als Praktikant im Wald und benötigt jetzt auch im Frühjahr keine Therapie mehr.

Letzte Mitteilung 1991 - Heuschnupfen nicht mehr aufgetreten.


Rhinitis allergica

und Hautallergien


Patient:  IJK 95, 17 J.

Anamnese:  Seit drei Jahren Heuschnupfen, später kamen allergische Reaktionen auf Kaliumdichromat, Kobalt, Parabene‚ Terpentin und Kupferesulfat dazu, laut Allergiepass.

Bisherige Behandlung des Heuschnupfens: Teldane Tabletten, Yxin-Augentropfen, Vividrin-Augentropfen, Beconase-Spray.

Therapie:  Wegen der schulmedizinischen Behandlung und Cortisongaben gegen den Heuschnupfen werden 5 Injektionen zur Regeneration der Immunabwehr innerhalb Von 2 Monaten verabreicht.

Injektionen im Juni und Juli:

1. Euphrasia Injeel, Oleander D 15 DHU, Acidum picrinicum Injeel, Galium-Heel gegen das Augenjucken.

2. Euphrasia-Inj., Galium-Heel, Lac caninum-Injeel, Cantharis D4.

3. Oleander Injeel, Euphrasia Inj.‚ Oleander D 15 DHU, Ailanthus C30, Lac caninum-Injeel.

4. Ubichinon compositum Heel, Engystol, Lac caninum-Injeel, Lachesis-Injeel, Kalium jodatum-Injeel.

5. Injektion, 2 Monate später, Coenzyme, Cuprum metallicum-Injeel, Ailanthus-Injeel, Spascupreel.

GALIVERT, HERALVENT‚ ORICANT ab Behandlungsbeginn täglich je 8 Tropfen eine Woche lang, dann 2 x wöchentlich jedes Mittel.

Eine Woche nach Behandlungsbeginn kam es zur akuten Augenbindehautentzündung. Die Patientin konsultiert wegen starker Schmerzen den Augenarzt. Dieser behandelt örtlich und rezeptiert ein Chemotherapeutikum, welches er ihr sehr dringend zur Anwendung empfiehlt. Am Tag darauf ruft die Patientin in der Praxis an und bittet telefonisch um Rat, da ihr Wohnort 70 Kilometer von der Praxis entfernt liegt. Das Rezept wird telefonisch durchgegeben. Örtlich werden Meersa1zspü­lungen und Kompressen empfohlen, abends Kompressen mit Veilchenblütentee. Zweimal täglich Iso-Augentropfen, in jedes Auge 3 Tropfen. Sabadilla D6, 3 x täglich eine Tablette, Cuprum metallicum D6, 3 x 1 Tablette, Cuprum metallicum LM 12, 1 x 6 Tropfen. Spülungen der Nasengänge mit 6% Meersalzlösung wird empfohlen. 1% Salbei-Nasenöl rezeptiert.

Unter dieser Behandlung heilt die Augenbindehautentzündung, die sehr schmerzhaft gewesen war, komplikationslos ab. In der Praxis wurde die 2. Injektion verabreicht und Acidum picrinicum C200 6 Globuli Schmidt-Nagel, Genf. Schon einen Monat später gibt die Patientin an, keine Heuschnupfen­symptome mehr zu haben und bittet um das Rezept für ihre Reise nach Griechenland. Jetzt teilt sie mit, sie leide unter einer Sonnenlichtallergie und fragt nach dem richtigen Öl. Am 15.7. wird verordnet: Calcium carbonicum D4, bei allergischen Erscheinungen 5 x 1 Tablette, prophylaktisch 2 x 1 Tablette täglich. Okoubaka D2, 2 x 6 Tropfen als Prophylaxe gegen Darminfekte. KIEEM-AIK-SALBE gegen Sonnenbrand. GALIVERT, HERALVENT, ORICANT, jedes Mittel 2 x wöchentlich 8 Tropfen. Die Patientin erlebte den Urlaub bis auf einen kleinen Darminfekt ohne Beschwerden, auch ohne Sonnenallergie.

Im Mai 1989 erbat die Patientin von Paris aus die Zusendung von GALIVERT, HERALVENT und ORICANT gegen erneut auftretende Heuschnupfen­symptome. Bei einem Urlaub in der Karibik hatte sie durch Anwendung der KIEEM-AIK-SALBE keinen Sonnenbrand und keine Sonnenallergie erlitten. Ein einziges Mal hatte sie KIEEM-AIK-SALBE nicht aufgetragen und prompt einen Sonnenbrand bekommen, der jedoch schnell abheilte. Der Heuschnupfen wurde in diesem Jahr wesentlich leichter überwunden und in kürzerer Zeit.

 

Köln, den 5.8.1989

 

NEUER NAME für Kieem-Aik-Salbe:

CHAMOMILLA-SEBUM-TAURINUM-LüHR


Heuschnupfen

Patient:  CVK 60, 57 J.

 

Patientenbericht:  Heute weiß jedes Kind darüber Bescheid, dass verschiedene Stoffe Allergien verursachen können. Wenn ältere Patienten jedoch zurückverfolgen wollen, wann bei ihnen eine gewisse Allergie erstmals auftrat, so fallt dies schwer, da das Erscheinungsbild einer Allergie als solche nicht erkannt wurde.
 

Ich litt viele Jahre unter Heuschnupfen. Ob dies kontinuierlich der Fall war, kann ich nicht rekonstruieren. Auf ein Beispiel heftiger Reaktion kann ich mich jedoch sehr gut besinnen. Im Alter von ca. 14 Jahren ging unsere Klasse auf eine Wiese Blüten-pflücken für die Fronleichnams­prozession. Ich musste mit triefenden Augen und schnupfender Nase nach Hause geschickt werden und konnte anderntags dem Unterricht nicht beiwohnen. Heute weiß ich, dass dies bereits meiner Pollenallergie zuzuschreiben war.

Mit Bewusstsein versuche ich jedoch seit den 60er Jahren in den Monaten Mai bis August Abhilfe für den den gesamten Körper schwächenden Zustand der Allergie zu schaffen. Nasenspray und Augentropfen halfen nur wenig.Vor 2 Jahren nahm ich die homöopathischen Mittel ORICANT, HERALVENT und GALIVERT. Im Jahre 1988 verspürte ich kaum Beschwerden, führte dies jedoch auf den feuchten Sommer zurück. Verblüffend ist jedoch, dass ich in diesem Jahr überhaupt keine Beschwerden hatte. Trotz der sonnigen Blütezeit waren weder Nase noch Augen

irritiert.

Juli 1989 C.V.


DERMATOLOGIE

Herpes labialis


Patient:  RMS 65

Anamnese:  Seit der Geburt des 2. Kindes während der Zyklusblutung regelmäßig Herpes labialis. Während der Schwangerschaft wurde auf ärztliche Anweisung ein synthetisches Schilddrüsen­hormon eingenommen. Die Tochter leidet seit der Geburt an einem endogenen Ekzem.

Verordnung:  Im Stadium der Krustenbildung

8 Tage GALIVERT 8 Tr. morg.
8 Tage ORICANT 8 Tr. abends
Äußerlich: van guard HAUTSALBE

Heilung:  Nach 4 Tagen Anwendung subjektiv u. objektiv völlige Wiederherstellung. Arzneimittel­einnahme insgesamt 3 Wochen. Seit Ende der Behandlung Mai 1985 seltene Rezidive‚ die ohne Behandlung abheilen.


Patient:  GBK 59

Anamnese:  Stirnhöhle vor 5 Jahren wegen eines Abszesses operativ ausgeräumt. Seit einigen Monaten rezidivierender Herpes labialis. Kommt im Stadium der beginnenden Bläschenbildung mit starkem Wundschmerz, Spannen und Brennen der Oberlippe.

Verordnung:  3 Tage

GALIVERT 8 Tro.    morg.
HERALVENT 8 Tro.    mitt.
ORICANT 8 Tro.    abends
äußerlich:    Chamomilla-Sebum-Taurinum-Lühr

anschließend 3 Wochen die Arzneimittel 2 x wöchentlich
wegen der Vorerkrankung:

Sulfur LM 18, 2 x 6 Tr.
Graphites D6 2 x 6 Tr.

Heilung:  Nach 8 Tagen sind die letzten Krusten abgefallen, die Beschwerden waren bereits am 3. Tag beseitigt, ein Rezidiv nach 6 Monaten heilte unter der gleichen Verordnung beschwerdearm ab, seit zwei Jahren bis 1988 kein Rückfall mehr.


Patient:  BBK 82

Anamnese:  9-jähriges Mädchen erscheint mit stark geschwollenem Unterkiefer, der von braunroter Kruste, ca. 2 cm Durchmesser, bedeckt ist, am Rand prallgelbe Blasen. Kiefer­gelenkschmerzen und Aphten Innenseite Unterlippe.

Mikrobiologischer Befund: Mundschleimhautabstrich zeigt Candida albicans

Verordnung:

 GALIVERT 4 Wochen 4 Tro. morgens

HERALVENT 2 Wochen 4 Tro. mittags

ORICANT 2 Wochen 4 Tro. abends

wegen hochgradiger Erregerbelastung durch die Eltern auch in diesem Fall:

Sulfur LM 12 jeden 2. Tag 3 Tro.;

Graphites LM 18 jeden 2. Tag

Heilung:  8 Tage später objektiv u. subjektiv beschwerdefrei.


Neurodermitis

Patient:  EMS 9, 3 J.

Anamnese:  Das Ekzem besteht seit 2 Jahren und begann zwischen den Fingern.

Das Kind wurde bisher vom Hausarzt und einem Facharzt mit verschiedenen Salben behandelt, seit einem Jahr muss eine Cortisonsalbe aufgetragen werden, da das Kind sonst abends im Bett stundenlang von Juckreiz wachgehalten wird. Die Mutter musste in der Schwangerschaft L-Thyroxin einnehmen, vielleicht besteht ein Zusammenhang dazu.

Außer der Bettwärme verschlimmert das Zusammensein mit dem Hund der Großmutter.

Die Kleine beginnt Verhaltensstörungen zu zeigen, wie die Mutter berichtet, hat außergewöhnlich oft mit Schnupfen und Augenentzündungen zu tun.

Therapie:  Die Cortisonsalbe wird abgesetzt, statt dessen 4 Wochen die VAN GUARD HAUTSALBE, die die Kleine sich selbst aus dem Kühlschrank holt, wie die Mutter erfreut mitteilt. Nach 4 Wochen wird auf CHAMOMILLA-SEBUM-TAURINUM-LÜHR gewechselt, täglich Waschungen mit Meersalzlösungen.

Zu Beginn GALIVERT 5 Tropfen, 2 x wö.; Graphites D12 täglich 3 Tropfen; Sulfur D8, 2 x wö. 3 Tropfen; Berberis D12, tägl. 3 Tropfen; ORICANT nach 2 Monaten 3 x wö. 5 Tropfen, 2 Monate indiziert wegen einer schweren Stomatitis, später nach Befund.

Mykologischer Befund: Candida albicans

Es müssen mehrere Katarrhe behandelt werden und der Keuchhusten.

Während der Behandlung kommt es immer wieder zur Verschlimmerung der Neurodermitis, die nach Absetzen der Cortisonsalbe Gesicht, Hals und vorderen Brustkorb befallen hat, wenn Mutter und Bruder an Herpes simplex leiden. Daraufhin werden Mutter und Bruder in die Therapie hinein genommen. Der Erfolg erstaunt, die Rückfälle vermindern sich, es kommt zur kontinuierlichen Besserung.

Nachdem Mutter und Bruder 3 Monate lang 3 x wöchentlich GALIVERT und ORICANT eingenommen haben, leidet die Mutter nicht mehr an Herpes Simplex, der Bruder nur noch wenn außer Haus Limonade getrunken worden ist (Aussage der Mutter).

Nach 8 Monaten wird Psorinum CM 2 Globuli in der Praxis verabreicht, der Mutter 2 x 5 Globuli.

Innerhalb eines Jahres von April 85 - April 86 gesundet das Mädchen.

Letzte Mittellung Januar 1989, keine Hautrezidive mehr.


Endogenes Ekzem

Arzneimittelnebenwirkung?

Patient:  ETK 39, 66 J.

Anamnese:  5 Jahre vor Behandlungsbeginn wurde die li. Brust amputiert, anschließend Strahlentherapie. Seit 4 Jahren Hypertonie mit Werten über 200 R/R und Obstipation bis zu 8 Tagen.

Bisher chemisch-synthetische Arzneimittel. Zu Beginn der Behandlung wird die Obstipation immer noch mit einem synthetischen Stoff therapiert, gegen die Hypertonie Lopirin 25/50.

Seit 6 Monaten stark juckendes, kleinpapulöses, nässendes Ekzem der Hände, Unterarme und vereinzelt li. Schulter.

Therapie:  Beginn: 5.12.1985 . . . Ende: 4.03.1986

Eine Mitwirkung von Lopirin 25/50 an der Entstehung des Ekzems wird mit der Patientin erörtert und eine Reduzierung der therapeutischen Dosis empfohlen. Es gelingt in den nächsten Monaten eine Dosisverringerung um 75% unter der Verordnung von homöopathisiertem Natrium chloratum D30 und Glonoinum D6.

Alle anderen synthetischen Medikamente werden sofort abgesetzt, auch die 2 Hautmittel Diprosalic-Salbe und Infiltrina-Hauttinktur, die der Dermatologe zusammengestellt hatte.

Äußerlich: naturheilkundliche Anwendungen, auch Chamomilla-Sebum-Taurinum-

Lühr, Rindertalg

Innerlich: GALIVERT, HERALVENT und ORICANT täglich 1 Arzneimittel 8 Tropfen im 3 täglichen Wechsel, durchgehend bis Mitte Januar 1986

Schwef-Heel 2 x 15 Tropfen

Graphites LM 18 2 x 8 Tropfen

Im Dezember 4 Injektionen der antihomotoxischen Therapie.

Nach 7 Tagen heilen die Effloreszenzen, der Juckreiz läßt nach. Die Patientin fühlt sich wesentlich erleichtert. Nach einem Diätfehler Rückfall:

Dulcamara D12 2 x 7 Tropfen

Acidum oxalicum D 12 2 x 7 Tropfen

Mykologischer Befund: Candida spec. massiv in Faeces und Urin.

Am 19.12.85 ist die Dermatitis fast abgeklungen, Juckreiz nur noch minimal. Im Januar 1986 zeigt sich das Ekzem über dem Knöchel re. Unterschenkel, jedoch ohne Beschwerden zu verursachen.

Die Patientin erleidet einen Rückfall im Hotel am Urlaubsort im Wintersport und benutzt 2 Tage Betnesol-V crinale 0,1 % mit Erfolg, anschließend wird die Therapie mit GALIVERT, HERALVENT und ORICANT wieder aufgenommmen‚ da eine Diarrhoe die Obstipation ablöst. Das Ekzem der oberen Extremitäten ist abgeheilt, es kommt nochmals zu einer Dermatitis re. Unterschenkel.

Verordnung der Nosode: Psorinum LM 12 1 x 6 Tr. und es wird eine Lebertherapie eingeleitet, da hellgelbe Faeces. Obstipation beseitigt, erstmals seit Jahren wieder Schnupfen.

Heilung seit März 1986, bis 1989 keine Rückfälle.


Lichen pilaris

Fleckförmiges Ekzem

Verdacht auf Psoriasis vulgaris


Durch Vorbehandlung mit Cortisonexterna ist eine nähere Einstufung der Effloreszenzen im Bereich der Ellenbogen und der Knie zur Zeit nicht möglich. Wiedervorstellung im Vollbild der Erkrankung ohne Vorbehandlung erbeten.

Hautklinik der Universität Bonn 11/1983

Patient:  ABS 84, l0 J.

Vorgeschichte:  Im Alter von 7 Jahren erstmals Hautentzündung der Kniekehlen‚ später vereinzelt Effloreszenzen am Körper, im Gesicht, vermehrt in den Ellenbeugen. Verschiedene Fachärzte verordneten cortisonhaltige Salben, ebenfalls die Ärzte der Universitätshautklinik, sowie blande‚ fettende Maßnahmen. Diese Therapie wurde 3 Jahre durchgehalten, ohne dass Besserung oder Heilung erreicht wurde.

Befund:  Ellenbögen, Kniekehlen trocken, schuppend, gerötet, kleine Risse und Papeln, vereinzelt auch auf dem Kopf und am Körper.

Geklagt wird über Konzentrationsmangel in der Schule, Lernschwierigkeiten durch Juckreiz und Kontaktschwierigkeiten.

Therapie:  Beginn: 7/1985 . . . Ende: 5/1986

Die cortisonhaltigen Salben werden abgesetzt und durch die VAN-GUARD-HAUTSALBE ersetzt.

GALIVERT (damals Galium verum D2/ Rumex crispus D2-Komplex) jeden 2. Tag 4 Tropfen.

Da die Patientin zu Beginn der Behandlung unter einem grippalen Infekt leidet: HERALVENT 5 Tage je 4 Tropfen

Im Sept. 85 vermehrt Juckreiz der behaarten Kopfhaut und stark entzündete Gesäßhaut.

Mykologischer Befund:  Candida albicans in den Faeces

Therapie: ORICANT 3 x Wöchentlich 6 Tropfen; Sulfur CM 3 Globuli

Im November berichtet die Mutter über eine Entzündung im Genitalbereich mit quälendem Juckreiz bei der Tochter, gleichzeitig Besserung des Körperekzems.

Verordnung

Psorinum LM 18     l x 4 Tropfen
Caladium seguinum LM 18     1 x 4 Tropfen

Daraufhin Abheilung. Im Januar verschlimmert sich das Gesäßekzem.

Mikrobiologischer Befund:  Staphylococcus aureus, Universität Essen

Außer HERALVENT, GALIVERT und ORICANT werden in den nächsten Monaten Sulfur, Graphites, Thuja und Calcium phosphoricum in LM und teils D-Potenzierung eingenommen. Gynäkoheel gegen Vulvitis-Rezidive.

Völlige Heilung seit Juni 1986, 1 Jahr Nachbeobachtungszeit.


Ekzem der behaarten Kopfhaut

Schuppen

Patient:  AOK 30

Anamnese:  Seit 14 Jahren besteht das Kopfhautekzem, die starke Schuppung seit 1 Jahr. Zeitweise war auch der Körper befallen. Augenoperation am „Grauen Star“ 1980 und 1985. Mit verschiedenen Medikamenten chemisch-synthetischer Art bisher behandelt.

Befund:  Die Schuppen fallen zu Boden, überall dort wo die Patientin sich aufhält. Die

Kopfhaut ist massiv mit weißen Schuppen im Bereich der Haare bedeckt. Es besteht starker Juckreiz, der die Nachtruhe stört.

Vereinzelt im Gesicht blaurote papulöse Stellen von 1-5 mm Durchmesser. Starke Entzündung mit Schwellung am hinteren Haarrand. Onychomykose der Finger- und Fußnägel, braunrot verfärbt, hohl und bröckelig. Die Kopfhaut wird täglich mit einer antimykotisch wirksamen Lotion gewaschen.

Mykologische Untersuchung: Negativ, einmalig bei der 2. Konsultation angelegt, negativ durch Anwendung des Antimykotikums.

Therapie:  Beginn: 26.5.1988 . . . Ende: 7/1988

GALIVERT, HEILALVENT und ORICANT je 6 Tropfen morgens, mittags, abends.

äußerlich: Die Waschlotion wird abgesetzt, es werden Vollbäder mit je 1 Päckchen Totes Meersalz verordnet. Zum Ende des Bades soll auch der ganze Kopf kräftig im Badewasser gereinigt werden.

Anschließend Haarpackung aus:  3 Eigelb verquirlt mit 1 Eßlöffel hochprozentigem Rum und 2 Tropfen Salbeiöl und 1 TropfenThymianöl (altes ärztlich empfohlenes Rezept aus Österreich um die ätherischen Öle erweitert, die fungistatisch wirken).

5 Tage später klagt die Patientin über starken Schwindel. Verordnung: Vertigoheel 3 x 15 Tropfen.

2. Konsultation 2 Monate später.

Die Kopfhaut ist frei von Schuppen, noch gerötet. Die Patientin ist zufrieden und beendet die Behandlung.

Telefonische Nachfrage 10 Monate später: Bis auf seltene Papeln mit Juckreiz keine Beschwerden der Kopfhaut mehr.

Die Heilung ist besonders eindrucksvoll, da in diesem Fall, gegeben durch die finanzielle Situation der Patientin, die Therapie ausschließlich mit GALIVERT, HERALVENT und ORICANT erfolgte.


Alopecia areata

Kreisrunder Haarausfall

Patient:  EHS 51, 61 J.

An diesem Fall wird exemplarisch beschrieben, wie mit einem umfassenden homöopathischen Therapieprogramm innerhalb von 3 Monaten synthetische Arzneimittel ersetzt werden können und müssen, da Patienten nach jahrelangen Konsultationen schulmedizinisch ausgerichteter Kollegen, sehr wenig Vertrauen mitbringen und bald aufgeben.

Anamnese: Gebärmutterentfernung vor 23 Jahren, 3 Jahre vor Therapiebeginn operative Korrektur der Narben. Seit einem Jahr mehrtägige Obstipation nach Operation an einer Darmfistel. Vor 6 Monaten setzte massiver Haarausfall ein. Zwei Dermatologen konnten nicht helfen.

Die Patientin unterliegt seit mehreren Jahren schweren seelischen Belastungen, die noch bestehen.

Nikotinabusus, l0 - 20 Zigaretten täglich.

Bisherige Arzneimittel: Lexotanil 6, L-Thyroxin 100, Plebodril, Epi-Eberol und Vitamin A-Säure, div. Hautmittel.

Befund:  Hochgradige Angst infolge des massiven Haarausfalls, neben mehreren kleinen blanken Stellen, sind 5 Stellen 2-5 cm im Durchmesser kahl, die kaum überdeckt werden können. Schlafstörungen, Durchblutungsstörungen der unteren Extremitäten mit stundenlanger Taubheit und Prickeln in den Beinen.

Therapie:  Beginn: 1/1985

Antihomotoxische Therapie nach Reckeweg, wöchentlich 1 Injektion, rezeptiert werden:

Arsenicum album D30, 2 x 6 Tr.; Thuja D6, 5 x 1 Tabl.; Silicea D6, 5 x 1 Tabl.; Schwef-Heel 2 x 15 Tr.

Die chemisch-synthetischen Arzneimittel werden sofort auf die Hälfte reduziert und im Verlauf der Behandlung fast vollständig abgebaut.

Als Ersatz für Thyroxin hat sich homöopathisiertes Jod bewährt, da ohne Nebenwirkung auf die Psyche mit depressiven Einfluß: Jodum D2 - D4 ersetzt L-Thyroxin innerhalb homöopathischer Behandlungen nachweislich durch die Jodometrie.

Als Ersatz für Lexotanil wird Stramonium CXM oder LM 18 verordnet, außerdem Aurum metallicum C200, 2 Tage 1 Amp.

HERALVENT, GALIVERT und ORICANT in den ersten 2 Monaten wöchentlich 2 x je 8 Tr., anschließend zunächst HERALVENT 3 Wochen alleine, danach ORICANT 4 Wochen tägl. 8 Tropfen.

Inzwischen fragte der Ehemann an, ob bei Afterentzündungen mit starkem Juckreiz seiner Pferde die Mittel auch helfen würden. ORICANT und GALIVERT halfen prompt in Verbindung mit CHAMOMILLA-SEBUM-TAURINUM-LÜHR (damals anders benannt). GALIVERT wurde eingesetzt, da auch Entzündungserscheinungen am Genitale beobachtet worden waren.

Mykologischer Befund Patientin: Wiederholt Acremonium spec., Univers. Essen

Pathogentität damals nicht bekannt beim Menschen.

Die Patientin schwitzt vermehrt am gesamten Körper, es lokalisiert sich ein Ekzem am Haarrand des Hinterhauptes, Juckreiz der Kahlstellen des Kopfes.

Neuraltherapie sc. in die Kahlstellen insgesamt 9 Injektionssitzungen bis August 1985.

Haare wachsen deutlich nach ab 4/85, bis 8/85 sind die Kahlstellen fast zugewachsen.

Es wurden noch rezeptiert: Magnesium carbonicum LM 12, ein Nerven- und Hautmittel‚ auch bei Schilddrüsenerkrankungen gut wirksam, Lachesis D30 und Sepia D30 je 1 x 6 Tr., 5 Wochen zur Regulierung des weiblichen Hormonbedarfs‚ Graphites LM 12, 1 x 7 Tr. 4 Wochen, da das Hinterhauptekzem persistent blieb.

Anfang August 1985 waren die Haare bis auf Geringfügiges nachgewachsen.

Im Januar 1986 stellt sich die Patientin nochmals vor, Befund bis auf das Hinterhaupt­ekzem befriedigend.

Kein Haarausfall mehr. Letzte Mitteilung 4/ 86

Äußere Anwendung: Haarpackung aus 4 Eigelb mit 1 - 2 Esslöffeln hochprozentigem Rum und einigen Tropfen Thymianöl, Salbei und Citronenöl.

Nach Haarwäsche mit AMYTIS (Walter Rau) Haarpackung in die Kopfhaut einmassieren und 30 min. wirken lassen. Mit 10-prozentiger Apfelobstessiglösung nachspülen.

Naturkämme benutzen.


GYNÄKOLOGIE

Vaginitis und Vulvitis

durch

Candida albicans

Candida parapsilosios

und andere

Torulopsis glabrata


Die Wirkung von ORICANT bei Genitalmykosen wird seit mehreren Jahren von Gynäkologen und naturheilkundlich arbeitenden Ärzten bestätigt.

Die Vulvo-Vaginitis durch fakultativ pathogene Hefen wurde in Verbindung mit anderen Erkrankungen und einzeln behandelt.
Für die Peniscandidosis gelten gleiche Therapieangaben.
Insbesondere ist darauf zu achten, ob auch eine Pilzerkrankung der Füße durch Trichophyton rubrum, Tinea pedis, vorliegt.

Die Heilung gelingt nicht, wenn chemisch-synthetische Medikamente gegen Pilze, die die Haut, die Nägel oder Haare befallen haben, angewandt werden. Das gilt auch für versteckte synthetische Antimykotika in Haut- und Haarpflegemitteln, sowie für synthetische Desinfektionsmittel. Es stehen ausreichend wirksame Naturstoffe zur Verfügung.

ORICANT je nach Schwere des Falles täglich 1-2 x 5-8 Tropfen einzeln einnehmen 4 - 8

Wochen, Partneruntersuchung und -therapie bei positiver Pilz-Diagnostik, auch wenn keine Beschwerden vorliegen.

GALIVERT ist zusätzlich indiziert, wenn der Darm befallen ist, Unterleibs­beschwerden und Drüsen­schwellungen angegeben werden. Insbesondere kann nicht darauf verzichtet werden, wenn Zyklusstörungen in Verbindung mit bestehenden oder durchgemachten Ekzemen eruierbar sind.

Begleitende Arzneimittel bei defizienter Immunlage, nach chemisch-synthetischen Behandlungen oder außergewöhnlichen Belastungen durch pathogene Keime im Umfeld des Patienten:

CROTON TIGLIUM hochgradige Wundheit mit starkem Juckreiz, Reiben verschlimmert die Schmerzen.

Diarrhoe chronisch - differentialdiagnostisch zu Galivert

CALADIUM SEGUINUM Geschlechtstrieb stark erhöht, Vulo-vaginitis in Kombination mit Asthma oder spastischer Bronchitis.

PSORINUM Milbennosode bei anamnestisch vorliegender Scabies, Milbenbelastung im Umfeld, oder Hang zur Einsamkeit.

Leitsymptom: Isolierter Juckreiz auf Os pubis, Schlaflosigkeit durch Juckreiz (ORICANT).

GRAPHITIS tiefe Risse der Schleimhaut, Nagelerkrankungen.

SULFUR  Candidosis dehnt sich bis zum After aus, bei Chronizität, zur Toxinbindung, Waschen verschlimmert. Potenzen D8 - D12, 3 Monate, u. U. 2 x wöchentlich.

Äußerlich Waschungen mit Totem-Meersalzlösungen 5 - 10 % ig.

CHAMOMILLA-SEBUM-TAURINUM-LÜHR zur Regeneration der Hautabwehr.

van guard-HAUTSALBE bedingt nur einige Tage, da Allergisierung auf Thymianöl erworben wird.


UROLOGIE - GYNÄKOLOGIE

Rezidivierende Cystitis, Vulvitis

Patient:  LFS 43

Fallschilderung auch unter Neurologie

Anamnese:  Die seit 5 Jahren rezidivierenden Cystitiden wurden bisher mit chemisch-synthetischen Medikamenten therapiert.

Befund:  Starke krampfende Schmerzen, Brennen beim Urinieren. Onychomykose, bisher schulmedizinisch behandelt.

Therapie:  Nosode: Psorinum CM einmalig 6 Globuli.

Verstärkung des Beschwerdekomplexes und Ausweitung der Entzündung auf die Vulva.

Die Patientin weigert sich einen Gynäkologen aufzusuchen, trotz starkem Juckreiz.

Nach einigen Injektionen, die keine Besserung bringen, alleinige Verordnung von GALIVERT, täglich 5 Tropfen.

Die Vulvitis klingt innerhalb von 5 Tagen ab. Auch die krampfenden Schmerzen im Bereich der Urethra lassen nach. Weiterbehandlung der Cystitis mit Cantharis D12, Colocynthis D4 und allgemeinen entzündungshemmenden Injektionen. Nach 2 Wochen sind die Beschwerden erträglich, nach 4 Wochen nur noch geringfügig. Es wird noch einige Monate ein Tee getrunken.

Während einer Nachbeobachtungszeit von 6 Jahren tritt die Cystitis in der schweren Form nicht wieder auf. Bei beginnenden Symptomen wird mit Erfolg Tee getrunken.


INNERE MEDIZIN - ORTHOPÄDIE

Analfistel, Osteochondrosis dissecans

Patient:  HDK 71

Anamnese:  Erste Operation am re. Ellenbogengelenk vor 15 Jahren, 1973 zweite Operation wegen einer Gelenkmaus im linken Ellenbogen.

In den anschließenden Jahren Wirbelsäulenschmerzen, Ellenbogen- und Schulter­gelenk­arthritis.

1983 werden die Transaminasen als stark erhöht festgestellt, rezidivierende Diarrhoen, Operation an einer Analfistel‚ die 1985 wieder auftritt. Operative Entdachung und Abszessspaltung. Unter Betaisodona-Sitzbädern Abheilung.

Der periproktitische Abszess mit Hufeisenfistel rezidiviert bereits nach 2 Monaten.

Therapie:  Ab 4/1985

Die erneut aufgetretene Fistel liegt ca. 2 cm unterhalb des Schließmuskels. Stark geröteter Rand, die Fistel nässt. Zeitweilig starker Juckreiz. 1 cm darüber beginnt die Neubildung einer weiteren Fistel. Es besteht außerdem ein Ekzem der Handinnenflächen und Fußpilz, der wiederholt mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln behandelt wurde.

Örtlich wird NEURAL-RÖDLER injiziert, rezeptiert werden Gewebemittel der Homöopathie: Calcium carb., Sulfur, Silicea und Graphites in LM- und D-Potenzierung. Gelum oral 3 x 20 Tropfen, um L (+) Milchsäure zuzuführen.

Ein Jahr lang antihomotoxische Therapie nach Reckeweg. Dabei werden wöchentlich 1 - 2 Mischinjektionen für alle großen Organsysteme verabreicht.

ORICANT und GALIVERT wö. 2 x tägl. 8 Tropfen, Montag und Donnerstag.

Die Fistel ist bereits nach 4 Wochen verheilt.

Es bleibt bestehen eine chronische Diarrhoe und wechselnde Beschwerden im gesamten Körper. Erschwert wird die Behandlung durch Nikotinabusus und Alkoholgenuss täglich.

Mikrobiologischer Befund 12 Monate nach Therapiebeginn:

Candida albicans massiv im Stuhl, Urin erregerfrei.

5 Monate nach Therapiebeginn gelingt es unter alleiniger Therapie mit GALIVERT die Diarrhoe zu stoppen, gleichzeitig verschwindet das anhaltende Herzklopfen.

Im Februar 1986 tritt eine Pneumonie mit Fieber bis 41,5 auf und starkem Erbrechen.

Pilzbefund  Candida krusei im Sputum, Diagnose Universität Essen

Die Pneumonie trat 14 Tage nach Aufhören des Durchfalls auf und unter HERALVENT, das wegen Rückenschmerzen der BWS verordnet wurde.

Therapie:  Antimonium emeticus CM 5 Globuli‚ Injektion: Gelsemium D200, Apis D3, Kalium jodatum D12, Spascupreel, Spigelon (wegen der starken Stirnhöhlen- und Kiefergelenkschmerzen), Hepar compositum, Echinacea compositum. Wiederholung der Inj. 1 Tag später.

Innerhalb von 3 Tagen ist die Krise überwunden, es wurden täglich 2 Injektionen gegeben.

Die Pneumonie geht in eine spastische Bronchitis über. Es werden einige Rezepturen aus dem Asthma-Programm angewandt. Die Nosode Tuberculinum C200 und Anacardium orientale C30 1 Ampulle für die Leber.

Ende Februar, also nach 14 Tagen ist der Patient wieder arbeitsfähig.

Die Behandlung wurde im Dezember 1986 beendet. Seit der Zeit sind die Fisteln und die Osteochondrosis dissecans nicht mehr aufgetreten.

Der Patient erfreut sich einer wesentlich stabileren Gesundheit.

Pilze in Lunge und Darm nicht wieder aufgetreten.

Stand 10/1990

Bemerkung:  Der Patient lebte in einem stark pilzkontaminierten Haus mit ständig feuchtem Keller und war und ist in der Computerzentrale einer großen Bibliothek tätig, wo er ständig im Luftstrom der Kühlaggregate arbeitete.

Das Haus wurde verkauft und durch Aufklärung wurde die Erregerbelastung im Computerraum durch Umbau abgestellt.


ORTHOPÄDIE

Spondylarthrosis deformans 1977 - Iliosacralarthritis 1984

im lumbosacralen Übergang - Skoliose linkskonvex 1986

Iridocyclitis 1978, rezidivierend


Patient:  PRS 61

Anamnese:  Klinischer Befund 1981: Elektrophoretisch Dyproteinämie

Antistreptolysinfaktor auf 800 SE erhöht, BSG 18/45, Kreatin mäßig erhöht, Ferritin unter der Norm, Erythrozyten erniedrigt, mäßiggradige Dysplasie der Hüftgelenk­pfannen beidseitig, Spondylarthrosis lumbosacral.

Mehrere Penicillin-Behandlungen wegen der rezidivierenden Iridocyclitis und durch die Annahme eines Streptokokkeninfektes‚ dessen Organlokalisation nicht gefunden wurde. Gegen die Hüftgelenk­schmerzen, die erstmals 1980 auftraten, seit mehreren Jahren wechselnde anti­rheumatische Medikamente.

Seit 2 Jahren: Ambene Suppositorien,Voltaren B Kapseln und Ammuno-Suppositorien regelmäßig.

Therapie:  Beginn Juni 1986

Beschwerden: Trotz massiver chemisch-synthetischer Therapie morgendliche Bewegungs­unfähigkeit, die erst nach einem heißen Bad und gymnastischen Übungen und der Einnahme der Schmerzmittel überwindbar ist.

Der Patient ist als Forstaufsichtsbeamter Nässe und Kälte das ganze Jahr über ausgesetzt. Die Hüftgelenkbeschwerden verschlimmern sich erheblich nach Wetter­einflüssen. Es liegt eine hochgradige Obstipation bis zu 8 Tagen vor.

Mikrobiologischer Befund: Aspergillus spec. massiv im Stuhl

Antihomotoxische Therapie und Neuraltherapie 2 x wöchentlich. Die chemisch-synthetischen Medikamente werden sofort um die Hälfte reduziert. Gegen die Schmerzen werden Dolo-Arthrosetten 2-4 Dragees eingesetzt, um von den Ammuno­suppositorien herunter zu kommen. In Dolo-Arthrosetten wirkt neben Heilkräutern Paracetamol.

HERALVENT, GALIVERT, ORICANT 2 x wöchentlich je 8 Tropfen.

Diese vorsichtige Dosierung wird gewählt, um akute Entzündungsphasen in diesen schweren Fällen zu vermeiden. Ab Herbst 1986 nur noch eine Mischinjektion pro Woche.

Im Frühjahr 1987 benötigt der Patient keine chemisch-synthetischen Medikamente mehr, selten Dolo-Arthrosetten. Die Injektionen werden zunächst beendet und in den darauffolgenden Jahren nur 1-4 mal bei arthritischen Schmerzprozessen gegeben, was ab 1987 im Jahr 1-2 mal nötig ist.

Im Juni 1987 akutes HWS-Syndrom mit starken Schmerzen. Jeden 2. Tag HERALVENT 8 Tropfen.

Nach 14 Tagen sind nicht nur die Nackenschmerzen fast beseitigt, zum Erstaunen des Patienten besserten sich auch die Wirbelsäulen- und Hüftgelenkschmerzen deutlich.

Eine Woche später akute Periarthritis humeroscapularis. Rasieren unmöglich, der Arm kann nicht gehoben werden, re. Schultergelenk betroffen.

Einige Tage zuvor setzte eine schon überwunden scheinende Obstipation wieder ein.

ORICANT täglich 2 x 8 Tropfen und Neuraltherapie mit Procain Rödler 2% an den Plexus brachialis und an die Schultergelenkkapsel, sowie an das Periost der Schulter­gelenkpfanne.

Sofortiges Nachlassen der Schmerzen, 3 Tage später wieder Bewegungsfreiheit, 14 Tage später ist die Entzündung abgeklungen. Beschwerden keine mehr.

Noch während der Behandlung trat die Periarthritis auch im linken Schultergelenk auf, heilte jedoch unter derselben Therapie zeitgleich.

Erfolg:  Die Skoliose ist inzwischen, fachärztlich bestätigt, beseitigt. Der Patient unterzog sich regelmäßig der Krankengymnastik und trainierte ebenfalls zu Hause.

Die Iridocyclitis trat jährlich seitdem 1 mal auf und konnte mit Ruta und Euphrasia behoben werden.

Der Patient konsultierte zur Überwachung einen Augenarzt.

Eine urologische Untersuchung ergab eine Nierencyste li. mit nur geringgradiger

kompensierter Niereninsuffiziens 1990. Kein Restharn. Der Streptokokkenherd könnte in der Niere beheimatet sein, da die BSG ständig erhöht bleibt. Trotzdem konnte das Gesamtbefinden des Patienten bis 1991 wesentlich gebessert werden. Die Arbeitsfähigkeit wurde erhalten, was den Wäldern der Eifel zu Gute kommt. Auf Grund der Waldschäden fällt durch die Aufforstung viel und schwere Arbeit an.

Neben einer allgemeinen antiphlogistischen Therapie nimmt der Patient HERALVENT, GALIVERT und ORICANT jährlich je 1 x 10 ml im Frühjahr und Herbst ein.

In 1990 fast ohne Schmerzen, 1991 im Herbst Ischialgie und Oberschenkel­schmerzen mit Empfindungsstörungen. Unter der geschilderten Therapie beseitigt.

Nur noch ausnahmsweise morgendliche Beschwerden.

Stand 12/1991


ORTHOPÄDIE

Coxitis - HWS und LWS-Spondylose

Patient:  MZK 73

Anamnese: Rückenschmerzen seit dem 16. Lebensjahr.

Seit 1986 wird eine Spondylosis der HWS und LWS diagnostiziert. Badekuren bringen kurzfristig Besserung. Um arbeitsfähig zu bleiben, muss die Patientin die Schmerzen mit Lokalanaesthetika, die ihr der Orthopäde injiziert, bekämpfen. Monatlich l - 3 Injektionen.

1989 kommt linksseitig eine Hüftgelenkentzündung hinzu. Es treten vermehrt Kreuzschmerzen auf. Die Schmerzen sind teilweise so stark, dass die Patientin beim Gehen hinkt.

Außerdem wird ein Uterusmyom festgestellt.

Therapie:  Die HWS-Schmerzen mit Nackensteifigkeit stehen zunächst im Vordergrund.

Therapiebeginn: 6 / 1990

HERALVENT 4 Wochen täglich 7 Tropfen, wesentliche Besserung innerhalb von 2 Monaten.

Einen Monat später entschließt sich die Patientin, die Behandlung mit Lokalanaesthetika aufzugeben.

ORICANT abends 8 Tropfen und morgens 5 Tropfen; GALIVERT, da eine Entzündung im kleinen Becken angenommen wird.

Es treten Vermehrt starke Kopfschmerzen und Blutungen während der Menstruation auf.

Gegen das Uterusmyom wird Platinum C 200 aufgelöst in Quellwasser, an 2 Tagen getrunken, verordnet. Die Blutungen verringern sich darauf hin stark.

Die Kopfschmerzen werden mit der bewährten Mischung Belladonna, Agaricus muscarius‚ Veratrum album, alle 3 Mittel in der D 30 behandelt. Sie treten seither nur noch gelegentlich in erträglicher Form auf.

Bis Ende 1990 kommt es unter HERALVENT, GALIVERT und ORICANT zur Beseitigung der HWS- und LWS-Schmerzen, wesentliche Besserung der Kreuzbein­schmerzen, die von brennender Empfindung waren, und nur noch gelegentlichen Schmerzattacken im Hüftgelenk nach Über­belastung.

Eine Enteritis mit Diarrhoe wurde zusätzlich mit Sulfur LM 12 4 Wochen 1 x 7 Tropfen behandelt und verschiedene grippale Infekte mit Causticum und Dulcamara LM-Potenzierungen.

Es wurden keine Betäubungsmittel mehr benötigt. Die Coxitis kann als geheilt betrachtet werden. Als Erhaltungsdosis nimmt die Patientin jährlich 2 x 10 ml ORICANT ein.

Stand 9/1991


ODONTOLOGIE - NEUROLOGIE
INNERE MEDIZIN

Paraesthesien - Trigeminusneuralgie - Candidamykose der Mundschleimhaut

Ramus mandibularis

Fokaltoxikose


Patient:  DLK 308336

Anamnese:  Starke Zahnnervschmerzen ohne „organischen Befund“ unterhalb einer Zahnbrücke seit eineinhalb Jahren, die bisher jeder Therapie trotzten.

Entzündungsschmerz im gesamten Mund: brennend, ziehend‚ krampfend. Ausdehnung auf den Nacken. Magenschmerzen.

Beginn der Beschwerden nach Abschleifen zweier Zähne. Häufig Empfindungen elektrischer Schläge im Mund. Die Symptomatik besteht seit 2 Jahren, seit 1986.

1978 Pilzinfektion des Mundes mit synthetischen Antimykotika behandelt. Mehrere Rezidive.

Befund:  Die gesamte Mund- und Rachenschleimhaut ist hochgradig entzündet. Kiefer­atrophie unterhalb der Zahnbrücke. An der Stelle wurde vor 22 Jahren ein querliegender Backenzahn kieferchirugisch entfernt. Es besteht in dem Gebiet noch ein Fremdkörpergefühl.

Therapie:  Beginn 8/1988 mit der antihomotoxischen Therapie nach Reckeweg und den bewährten antiallergischen Arzneimitteln: Angustura und Hamamelis C 30 als Injektionen, Procain 2%, 2 x wö. an Kieferleiste.

Mikrobiologischer Befund: Zunächst nur Bakterien: Citrobacter freundii und Staphylococcus aureus mehrfach antibiotikaresistent (R), grampositive Kokken R.

2 Monate später Candida albicans und Rhodotorula spec. Die beiden Hefen wuchsen nicht auf Sabouraud und Kimmig-Agar, nur auf Abklatsch-Nährboden, mit günstigerem Nährstoffangebot.

Therapie:  Gegen die Mundschleimhautentzündung durch Candida albicans ORICANT abends 8 Tropfen 2 Monate lang, danach 4 Wochen 2 x wöchentlich 8 Tr.

Es kommt zu systemischen Entzündungszeichen: Einseitigen Kopfschmerzen, beim Erwachen beide Hände taub, prickelnd, Waden- und Zehenkrämpfen, Kreuzbein­schmerz drückend beim Erwachen, tagelang Krampfgefühl im gesamten Körper, „wie erstarrt“, starke Schmerzen im Jochbein.

Cuprum metallicum D 30 täglich 2 x 6 Tropfen beseitigen Muskelkrämpfe und allgemeines Krampfgefühl.

Teucrium scorodonium D 200 lassen die Jochbeinschmerzen verschwinden, auch der Spannungs­schmerz im Mund nimmt jetzt ab.

Nov. 1988

Im Oktober trat eine Cystitis auf, die im Januar mit Antibiotika behandelt worden war, auf Cantharis Injeel und Belladonna D 6, 3 x 5 Tropfen abheilte, im November kommt es einseitig zur Zungenschwellung links mit Taubheit der linken Hand. Die Arzneimitteldiagnose nach Kent gibt Zincum metallicum und Laurocerasus an.

Zincum metallicum D 6, 3 x 1 Tablette und Laurocerasus D 6, 3 x 5 Tropfen (Kombination wurde vorgezogen, da die cerebrale Symptomatik mit Durchblutungsstörungen einherging), nach 2 Wochen Beschwerden beseitigt.

9.12.1988

Besserung der Zahnnervenschmerzen über 50%.

Jetzt „reißende“ Nackenschmerzen, die in Schultermuskulatur und Kopf ausstrahlen, Träger des Büstenhalters werden nicht ertragen.

HERALVENT täglich 2 x 8 Tr., und um der Patientin angenehme Weihnachtstage zu ermöglichen, wird noch eine gefächerte Injektion zur Stimulierung der Abwehr gegen Bakterien eingesetzt: Circulo-Injeel, Aloe D 15, Acidum phosphoricum Inj., Spigelia D 30 und Acidum benzoicum D 6.

16.12.1988

HWS-Syndrom beseitigt, Spannungsschmerz unter Brücke wesentlich gebessert, erträglich. Klebriger, zäher Speichel normalisiert, Mundbeschwerden aufgehoben.

Januar 1989

Leichter Rückfall, Verordnung von ORICANT abends 8 Tr. 4 Wochen.

9.01.1990

Telefonische Anfrage:

Trigeminusneuralgie, Cystitis, HWS-Syndrom nicht mehr aufgetreten.

HINWEIS:  Spätere Behandlungen der Erkrankungen der Zähne und des Mundes führten

zu einer interessanten Entdeckung:

Kent's Repertorium‚ Band III, Karl-Haug-Verlag 1961,

Zähne, Empfindungen: Schläge, elektrische:

Thuja, Aethusa - Seite 218


NEUROLOGIE

Gesichtsmuskelatrophie - Speichelfluß nach Facialislähmung

Tränenfluß, Lidspasmus


Patient:  LFS 43

Anamnese:  1977 Facialisparese, die sich nicht völlig zurückbildete. Es blieben bestehen eine Atrophie der Wangen- und Lippenmuskulatur‚ Lidspasmus beim Sprechen, Tränen und Speichelfluß beim Essen und Sprechen. Die rechte Seite ist betroffen.

Die Patientin ist 69 Jahre alt und leidet an Multimorbidität, Wie sich im Laufe des

folgenden Behandlungsjahres herausstellt. Seit dem 2. Weltkrieg ständige Rücken­schmerzen, seit Jahren rezidivierende Cystitiden und Sinusitis mit verstopfter Nase und eiterigem Sekret. Klage führt die Patientin derzeit über Einschlafstörungen wegen eines pathologischen Geräusches, das sich von der Nase ausgehend in den Kopf fortsetzt: „Abends im Bett höre ich Knistern und Knacken in und über der Nase, das sich bis in den Kopf fortsetzt.“

Außerdem fragt sie, ob der Speichelfluß und der Lidspasmus verringert werden könne.

Therapie:  Allgemeine Injektionskur mit immunstimulierenden Injektionen und spezifischen Nervenmitteln nach den Regeln der Homotoxikologie und Homöopathie.

Die Arzneimitteldiagnose nach Kent gibt im III. Buch, Rubrik Nase, Empfindungen, Knistern an: Aconitum napellum und Sulfur.

Es werden beide Mittel in der LM gegeben 1 x 5 Tr., um die Wirkung von Sulfur abzuschwächen.

Nach vier Wochen kommt es zur Krise. Die Patientin legt sich mit Benommenheit, Gesichts­schwellung‚ Taubheit des linken Armes und einer beginnenden Facialis­lähmung links zu Bett.

Es werden 2 x täglich Mischinjektionen zur Entkrampfung der Gefäße, Entzündungs­steuerung und gegen Erregergifte injiziert: Secale cornutum, Spigelia, Glonoinum, Causticum und Arnika, sowie Kombinationsmittel.

Nach drei Tagen haben sich die Lähmungserscheinungen zurückgebildet, die Krise ist überwunden, die Patientin verlässt bereits das Bett. Bald darauf wird die Therapie fortgesetzt.

Da das toxische Herdgeschehen im Kopf lokalisiert ist, wird HERALVENT 4 Wochen lang täglich 6 Tr. eingenommen. Schon nach 8 Tagen deutliche Verringerung des Lidspasmus. Nach 4 Wochen weitere Dosierung mit 3 x wöchentlich 6 Tr.

Therapieerfolg:  Nach 1 Jahr ist der Lidspasmus, Tränen- und Speichelfluß völlig beseitigt, die Muskelathropie wesentlich zurückgebildet. Innerhalb der Nachbeobachtungszeit von 6 Jahren keine Lähmungserscheinungen mehr.

Selbstverständlich hat auch die antihomotoxische Behandlung zu dem Erfolg beigetragen. Allerdings lassen sich seit der Therapiemöglichkeit mit HERALVENT die Ergebnisse um ein Vielfaches verbessern. Unter HERALVENT kam es auch während der erneut aufgenommenen Behandlung mit Sulfur und Aconitum nicht wieder zu Schwierigkeiten, sondern zur Beseitigung der pathologischen Kopfgeräusche.


Encephalomyelitis disseminata

Zusammenfassung:

1. Fall:  13 Jahre vor Ausbruch der Krankheit schwere Sinusitis‚ operativ ausgeräumt und mit Antibiotika nachbehandelt.

1 Jahr später wird die Diagnose Multiple Sklerose gestellt.

Mikrobiologische Untersuchungen im Verlauf der Behandlung zeigen Abwehr­schwäche gegen eine Vielzahl von Keimen an. Es kommt zur kontinuierlichen Besserung‚ besonders auffallend nach Heilung eines seborrhoischen Ekzems im Kopf- und Brustbereich. Die erreichte Besserung, freies Gehen über 500 m, Treppen­steigen über 2 Etagen, geregelte Verdauung und Miktion sind der Patientin über einen Nachbeobachtungszeitraum von 4 Jahren unter naturheilkundlicher Therapie erhalten geblieben. Keine neuen Schübe mehr, die zuvor l3 Jahre lang jährlich aufgetreten waren.

2. Fall:  Der Patient tritt in die natürliche Therapie kurz nach einem akuten Aufflackern

der Encephalomyelitis ein und 12 Jahre nach Beginn der Erkrankung. Es besteht ein hochgradig spastisch‚ ataktischer Zustand, bis zu stündlichem vergeblichem Stuhl- oder Harndrang. Dem Patienten als Realschullehrer droht Arbeitsunfähigkeit.
Nach 4 Monaten Therapie, während der leichte Besserung eintritt, erleidet der Patient eine spastische Bronchitis mit Fieber bis 39,5; Verlust des Lageempfindens der unteren Extremitäten, drohender Kreislaufkollaps. Innerhalb von 8 Tagen ist die Krise unter Einsatz homöopathischerArzneimittel überwunden. Von da an kontinuierliche Besserung, die zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit führt, zur Verringerung der Spastik und zur erträglichen Darm- und Blasen­entleerung.

Auch in diesem Fall war auffallend, dass die anhaltende Besserung durch ein bläschen­förmiges, nässendes‚ juckendes Ekzem an Füßen und Händen eingeleitet wurde. Seitdem keine akuten Schübe mehr, die Arbeitsfähigkeit blieb bestehen.

Im 1. und 2. Fall traten im Verlauf der Rehabilitation der Immunleistungen starke Kopf­schmerzen und Sehstörungen auf.


Cerebrale Symptomatik

Homöopathische Einzelmittel nach J.T. KENT und W. Boericke

Aesculus hippocastanum

Schwindel, ohne Benommenheit, ”kann dabei rechnen”. Abweichen von der Linie beim Schreiben. Kent R. II, S. 389

Barium carbonicum

Geistige Schwäche, Gedächtnisverlust, Prellschmerz zwischen den Schulterblättern‚ Steifheit im Kreuzbein.

Gelsemium

Kopfgrippe, verschiedene Grade motorischer Lähmung, Augenlider schwer, Ptosis, Doppel­sichtigkeit.

Taubheit der Nasenspitze

Oxalicum acidum

Multiple Sklerose (Boericke); lanzinierende‚ wie Lanzen hineinbohrend, Schmerzen in den Extremitäten.

Strychninum nitricum

Paralysen, Paresen der peripheren Nerven, Muskelspasmen, Blasenkrämpfe.

Leitsymptom: Zwangslachen, oder das Lachen klingt krampfhaft, unnatürlich.

Belladonna

Doppelsehen, heftige Kopfschmerzen ohne Beteiligung des Nackens

Oleander

Diplopie beim Heruntersehen‚ Aussprache erschwert. Lähmung von Beinen und Füßen in Verbindung mit krampfhaften Kontraktionen der oberen Gliedmaßen. Oberhalb der Knöchel tritt das Gefühl auf, der Fuß schwebe in der Luft, meist außen (eigene Beobachtung, wahrscheinlich beseitigt Oleander die Paraesthesien in Form des Handschuh- und Pantoffel­gefühls an Multiple Sklerose erkrankter Menschen).


Encephalomyelitis disseminata

Patient:  HFK 62

Anamnese:  Die Krankheit besteht seit 1969. Ein Jahr zuvor, 1968 eiterige Sinusitis, operativ ausgeräumt und mit chemisch-synthetischen Medikamenten nachbehandelt.

Seit der Zeit jährlich ein Schub mit kontinuierlicherVerschlechterung. 1985 im April Facialis­parese und starke Sehstörungen. In der Evers-Klinik mit ACTH behandelt. Rückbildung komplett. Es wird eine physikaliche Therapie durchgeführt ohne wesentlichen Erfolg.

Neurologischer Befund: Spastisch-ataktischer Gang, Fallneigung nach 2 Schritten, Patellar-, Achillessehnenreflex gesteigert, Romberg, Babinski positiv, Bauchhaut­reflexe erloschen, Seiltänzergang- und Hüpfen nicht, Hacken- und Zehengang nur mit Festhalten möglich. Hirnorganischer Persönlichkeitsabbau.

Beschwerden:  Patientin klagt über ständige brennende, kneifende Schmerzen in der

Haut des gesamten Körpers, völlige Obstipation, Erleichterung bringen Fruchtwürfel und Mikroklist. Anhaltende klonische Muskelspasmen, Kopfschmerzen, die nur an der frischen Luft nachlassen, erhebliche Schlafstörung, häufiger unkontrollierbarer Harnabgang.

Untersuchungsbefund:  Es imponiert ein starker Spasmus der Muskulatur zwischen den Schulter­blättern. Auffällig ist der beim geführten Gehen, es sind nur wenige Schritte möglich, ständig angewinkelte rechte Arm. Dieses Symptom führte später zu Strychninum phoshoricum, wodurch der Blasenkrampf gelöst werden konnte. Eine Verständigung ist unmöglich, da die Patientin die Fragen nicht begreift und unfähig ist, das Befinden und Befindensveränderungen richtig zu beschreiben.

Therapie:  Beginn: Juni 1985

mit wöchentlich 2 Injektionen zur Rehabilitation der Immunleistung, der Entgiftung und Regeneration des Zentralen Nervensystems. Homöopathische Misch­injektionen entsprechend der Homotoxinlehre Reckewegs.

Trotz Magnesium-carb., Manganum met., Acidum phosphor.- und Zincum-met. Injektionen, zusätzlich Molekulartherapie nach Koch Glyoxal D 6 und Methyl­glyoxal D 6 keine Reaktion.

Ab Oktober HERALVENT und ORICANT, jedes Mittel 3 x wöchentlich je 8 Tropfen. Von nun an fortdauernde Besserung. Seit l Jahr wird wieder Krankengymnastik vertragen.

Im November 1985 beginnen ekzematöse Hautentzündungen, es tritt eine Paronychie, später ein urtikarielles Exanthem im Gesicht und am Hals auf. Die Haut wird mit Arzneimittel­mischungen aus Thuja, Graphites, Oxalicum acidum und Calcium fluoratum in D-Potenzierungen behandelt.

HERALVENT und ORICANT werden jetzt 2 Wochen täglich, anschließend 2 x wöchentlich eingenommen.

Ab April 1986 deutliche Besserung der Paraesthesien der Haut, der Kopfschmerzen, Stuhl- und Harndrang geregelter.

Die Hauterkrankungen sind inzwischen verheilt, es besteht ”nur” noch eine schwere Onychomykose der Zehennägel durch Trichophyton rubrum, u.a.

In den folgenden Monaten kommt es zu Komplikationen, den sogenannten Krisen: nach Thymus­extrakt­injektion, erste Injektion gut vertragen, nach 2. Injektion Kreislaufkollaps mit nachfolgender Ohnmacht.

Notarztversorgung, in der Klinik schon wieder stabile Kreislaufverhältnisse. Nachbehandlung mit Carbo vegetabilis und Veratrum album LM-Potenzierung.

Heftige Wirbelsäulenschmerzen mit Muskelspasmen, die die WS bis zur Skoliose verkrümmen. Es wird Cuprum metallicum und Silicea LM eingesetzt. Später Strychninum nitricum.

Akute Cystitis mit Harnverhaltung, mit Plantago major, Causticum, Sabadilla, Apis und Plumbum metallicum gebessert.

Es kommt eine Vaginitis hinzu, die der Gynäkologe als Vaginalcandidosis diagnostiziert.

Jetzt wird ein umfassender mikrobiologischer Befund erhoben,in den der Ehemann und die Umwelt der Patientin einbezogen werden:


Mikrobiologischer Befund:  Universität Essen; Zeitraum 10/85 - 5/86:


Rachenabstrich    

Candida albicans, C. paraspilosis

Nasensekret

Trichosporon cutaneum vereinzelt, Staphylococcus aureus antibiotikaresistent (R), Enterobacter (R)

Urinsediment

Staphylococcus epidermis, Corynebakterium spec;

Streptococcus faecalis (R) am 1.10.85

Staphylococcus spec.‚ Lactobakterien am 18.2.86

Urinkulturen negativ 7.1986

Stuhl

Candida albicans 10^4, nur noch vereinzelt 7/86

Fußnägel

Trichophyton rubrum, Penicillium gris.‚ Cephalosporium acrem., Staphylococcus aureus: Universitätsklinik Hamburg

Ehemann

Urin

Streptococcus spec.‚ antibiotikaresistent, Staphylococcus aureus bei rezidivierender Cystitis


Der Ehemann gibt an, dass er unter Niesanfallen leide nach Aufenthalt im Keller. Es werden Raumluft­kulturen angelegt mit Auffangnährböden, die eine überhöhte Konzentration von fakultativ pathogenen Hefe- und Schimmelpilzen anzeigen. Die Pilze waren sowohl im Wohn- wie im Schlafzimmer aktiv, was mit Sicherheit zu einer immunologischen Überbelastung der Patientin geführt hatte.

Das Ehepaar kaufte daraufhin ein Gerät zur Luftreinigung und benutzte ätherische Öle.

 

Chronische Cystitis und Vaginalcandidosis-Therapie

Die Beschwerden konnten erst geheilt werden, nachdem PLANTAGO MAJOR und ORICANT kombiniert worden waren. Plantago major LM 12, 2 x 6 Tropfen, ORICANT 2 x 8 Tropfen, Plantago major D 6, 4 x 5 Tr.

Keine Rezidive mehr, Vaginalcandidosis geheilt, seit der Zeit geregelte Miktion. Obstipation seit Juli 1987 beseitigt.

Urinbefund 4 x negativ.

Schon im Sommer 1986 konnte die Patientin alleine im Urlaub am Strand spazierengehen und in Begleitung des Ehemannes den PKW 30 km bis Köln fahren.

Seit 1987 kann die Patientin außer Haus ca. 500 m alleine spazierengehen, im Haus sich frei bewegen über 2 Etagen, Hüpfen ohne Hilfestellung ist möglich.

Der Spasmus hat sich stark verringert, Hautbrennen überwiegend beseitigt. Die skandierende Sprache ist völlig verschwunden, es wurden Nachhilfestunden für Grundschüler erteilt, die Patientin ist Lehrerin.

Hüpfen und Zehenspitzengang wurden 1987 von der Neurologie der Universität Bonn bestätigt.

Seit 1987 keine akuten Schübe mehr. Stand 1990

Nachtrag:  GALIVERT konnte nicht eingesetzt werden, da die Sinusitis wieder aufflackerte und sich der spastische Zustand alarmierend verschlimmerte, nach nur 5 Tagen Einnahme.


Patient:  HWS 55

Anamnese:  Im Januar 1972 wird die bereits von einem praktischen Arzt 2 Jahre zuvor gestellte Diagnose von der Universitätsklinik Köln bestätigt. Die Krankheit begann mit Taubheit und Prickeln der Zehen- und Fingerspitzen beim Gehen, später stundenlangem Kältegefühl der Extremitäten, Sehstörungen und Potenzschwierigkeiten. Bei größeren körperlichen Belastungen Versagen der unteren Extremitäten, Hinfallen. Ende 1976 Ausfall des li. Augenlichtes für 3 Tage, Rückbildung der Sehkraft unter Cortisontherapie, Flockensehen bleibt zurück. Herzinfarkt 1980 klinisch behandelt, seit der Zeit Digitalis­präparate.

Bemerkenswert scheint die Mitteilung des Patienten, dass vor Ausbruch der ersten Anzeichen der Krankheit monatenlang ein schwerer Schnupfen mit Benommenheit und Unsicherheit beim Gehen vorhanden war, der chemotherapeutisch behandelt wurde. Sehr bald nach Ausbruch der Krankheit entwickelt sich ein starker Spasmus, verbunden mit progressiver Paralyse und schubartigem Verlauf.

Während der akuten Phasen wird jeweils Cortison, ACTH gegeben, anschließend Imurek. Es liegen mehrere Arzt- und Klinikberichte vor, als die Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln 1982 im Oktober begonnen wird.

Befund:  Zu Behandlungsbeginn starker Klonus, Beine kreuzen im Liegen und bei Gehübungen. Pat. kann alleine nicht gehen. Ständiger Stuhl- und Urindrang, Tag und Nacht, häufig unwill­kürliche Darm- oder Blasenentleerung. Der Patient ist Vater von 4 Kindern, wird von der Ehefrau aufopfernd gepflegt und versieht als Realschullehrer seinen Dienst im Rollstuhl. Die physische und psychische Belastung ist kaum abschätzbar.

Alle Laborwerte in der Norm, Leber-, Herz-, Fettchemie, Blutbild, Senkung normal.

Therapie:  Die Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln beginnt im Okt. 1982. Es werden wöchentlich 2 Injektionen verabreicht, die eine Regeneration der großen Organsysteme und der Immunorgane zum Ziel haben. Schwerpunktmäßig werden das Gehirn und die Nerven mit Arzneistoffen versorgt.

Sofort zu Beginn wird außerdem HERALVENT eingesetzt. Innerhalb von 2 Wochen berichtet der Patient über eine wesentliche Reduzierung von Stuhl- und Urindrang. Unwillkürliche Darm- und Blasenentleerung stark verringert. Diese Besserung hält während der folgenden Zeit an und setzt sich fort. Für den Darm wird außerdem Plumbum metallicum, für die Blase Causticum, beide Mittel als LM-Potenzierung verordnet.

4 Wochen nach Behandlungbeginn werden auch GALIVERT und ORICANT in die Behandlung einbezogen, zunächst nur 2 x wöchentlich. Sehr bald kommt es zu allergischen Hautreaktionen, an einem Unterarm erscheint ein schuppendes Ekzem, an der re. Fußsohle eine ca. 2 cm große bullöse Papel. Der Patient berichtet von früheren ähnlichen Erscheinugen vor Ausbruch der Krankheit.

Zusätzlich Juckreiz am Hals und frisches Blut im Nasensekret. Juckreiz in den Ohren wechselseitig.

Unter täglich 8 Tropfen ORICANT verschwindet der Juckreiz und das Unterarmekzem, sowie das Blut im Nasensekret.

Es wird ein Ausstrich aus der Nase auf Sabouraud- und Kimmig-AGAR angelegt.

Mikrobiologischer Befund: Aus dem Nasenabstrich wachsen Penicillium spec., Clado­sporium spec. und Rhizopus spec., Diagnose Universität Essen.

Da es sich um einen kritischen Befund handelt, wird die Raumluft untersucht: Aspergillus spec., Penicillium spec., Mucor spec. und ein roter Schimmelpilz.

Die Befunde stammen von Januar 1983. Es werden umfangreiche Desinfektions­maßnahmen angeordnet und auch durchgeführt.

Therapieverlauf:  Im Februar 1983, 3 Monate nach Therapiebeginn kommt es zu einem

akuten Schub mit Fieber bis 39,5 Grad, schweren Kopfschmerzen, vorwiegend nachts, Schüttelfrost, Brustschmerzen‚ Reizhusten, Angstschweiß, R/R erniedrigt, brennenden Schmerzen beim Wasserlassen, Taubheit der Extremitäten, einen Tag Taubheit bis zum Nabel, Verlust des Lageempfindens der Beine, Luftnot und Taubheit der Nasenspitze und Schädelbasis, erhebliche Rückenschmerzen.

Es werden tägliche Injektionen verabreicht homöopathischer Komplexmittel und

als Einzelmittel mit Leitsymptom Kopfgrippe und „Taubheit Nasenspitze“: GELSEMIUM CM 2 Tage je 5 Globuli aufgelöst.

Während des fieberhaften Schubes wird täglich HERALVENT und ORICANT verabreicht, je 8 Tropfen.

Nach 8 Tagen ist der Schub überstanden, der Patient fühlt sich wesentlich gebessert, kein unwill­kürlicher Stuhl- und Urinabgang mehr.

Die Therapie wurde noch 2 Monate durchgeführt und dann an den Hausarzt und eine Ärztin für Homöopathie abgegeben.

Kommentar:  Wie bei anderen progredienten Verlaufsfällen wird die defiziente Immun­regulation auch durch die Superinfektion mit pathogenen Pilzen erklärt.

Die Verordnung von HERALVENT, GALIVERT und ORICANT bessert die Reaktionen des Immunsystems erheblich, die Verordnung kann daher auch bei der Multiplen Sklerose empfohlen werden.

Ein telefonischer Anruf bei dem Patienten im Juni 1990 ergab, dass seit 1983 kein akuter Schub mehr eingetreten ist. Der Patient ist immer noch als Lehrer tätig, weitere Verschlechterung um ca. 20%, was von der Ehefrau bestätigt wird.

Bemerkenswert ist jedoch, dass es nur noch höchst selten zu unwillkürlichen Darm- oder Blasen­entleerungen kommt, der Behandlungserfolg also von Dauer war, und auch der Stuhl- und Urindrang, trotz der nachfolgenden 7 Jahre sich auf dem Niveau seit Behandlungsende gehalten haben.

 

 

Mit freundlicher Empfehlung          

A. Lühr-Lehrs