A. Lühr-Lehrs

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Die
Antimykotische
Therapie

Inhaltsstoffe

Therapierichtlinien

Der immundefiziente Patient leidet zeitweilig oder ständig an einer Abwehrschwäche gegenüber Pilzen mit pathogener Potenz. Hefe- und Schimmelpilze durchwandern unter Ausscheidung ihrer Enzyme die Schleimhautbarrieren und infizieren die Organe oder verändern durch Giftwirkung Organfunktionen. Es entstehen diagnostisch schwer erkennbare Krankheitszustände.

Mykotoxinwirkungen aus pilzbefallenen Lymphdrüsen des Darmes können z.Bsp. Ursache für Kopfschmerzen oder Funktionsstörungen der Leber sein, oder aus Aspergillomen in den Nasennebenhöhlen oder der Stirnhöhle werden Sporen in die Lymphbahnen abgegeben, und es entstehen Tochtergeschwülste in den Wirbelsäulensegmenten (H.J. Pielken, G. Heidl, W. Fegeler, "Nicht-pulmonale invasive Aspergillus-Infektion", Pilzdialog 3/1985, S. 39-40, Sektionsbefund).

Im Inkubations- und Latenzstadium sind Pilze nicht nachweisbar. Unter immunsuppressiven Therapien kommt es zum endoparasitischen Status der Candida-Arten. Die Diagnose wird durch falsch-negative mykologische Befunde erschwert. Pielken, Heidl und Fegeler betonen im oben genannten Artikel, daß die Problematik der Diagnose der invasiven Aspergillose ein generelles Problem ist: "So lassen sich bei Vorliegen einer akuten Aspergillose der Lunge nur in etwa 40 Prozent der Sputum- und Sekretproben die Pilze nachweisen, und in nur neun Prozent der Patienten mit nachgewiesener Aspergillose fanden Young et al. mehr als eine positive Untersuchungsprobe."

Trotz der Schwierigkeiten, Hefe- und Schimmelpilze im endoparasitischen Zustand nachzuweisen, liegen schwerwiegende Symptome vor. Beim Studium der Mykotoxinwirkungen findet sich die Erklärung für die "klinischen Bilder" (E. MÜLLER, W. LOEFFLER, Mykologie, Thieme 1982, S. 111). Mykotoxine als Kontaktgifte aus Anflugkeimen können z.B. beim Menschen zu Hautreizungen und Augenbindehautentzündungen führen.

Patulin, ein Pilztoxin aus mindestens zehn verschiedenen Penicillium-Arten, die auf Lebensmitteln vegetieren, verändert die Zellatmung und -permeabilität. Durch Pilztoxine aus Claviceps-Arten, die auf Getreide und Gräsern vorkommen, kommt es zur Antagonisierung der Adrenalin- und Serotoninwirkung. Die Anthrachinone aus Aspergillus, Penicillium und Dermatophyten sind Atmungskettengifte für menschliche Zellen. Die Aflatoxine sind als Carcinogene bekannt geworden und werden unbewußt mit pilzkontaminierter Nahrung aufgenommen.

Die Giftwirkung der Mutterkornpilze erstreckt sich auf die glatte Muskulatur (meist Gefäßverengung, bei Hydergin jedoch Vasodilatation). Als Tremorgene (Tremor = Zittern) wurden neurotrope Mykotoxine aus Penicillium- und Aspergillus-Arten bekannt (E. MÜLLER, W. LOEFFLER, Mykologie, Thieme 1982; Diagnostik pathogener Pilze des Menschen und seiner Umwelt, H. SEELIGER, TH. HEIMER, Thieme 1981).

In die Behandlung von Pilzkrankheiten ist damit die Umwelt einzubeziehen. Wird die Untersuchung der Umwelt des Patienten vernachlässigt, kommt es zu Therapieversagern oder Rezidiven. STAIB, Berlin, veröffentlichte seine Untersuchungen über Todesfälle durch Einatmen schimmelpilzsporenhaltiger Raumluft aus Blumentopferde, Vogelkot, Gefieder, Küchen- und Siedlungsabfällen (hautnah mykologie, 1/1992). Dem Patienten muß bekannt werden, daß auch in ungestörten Räumen im Durchschnitt 100-500 Schimmelpilzelemente pro Kubikmeter Atemluft gemessen werden. Bei Pflege- und Reparaturarbeiten steigt die Keimbelastung oft dramatisch an (hautnah mykologie, 6/1992; H. GEMEINHARDT, Berlin). Der Autor bezeichnet Penicillium-Arten als "eigentliche Raumluftpilze" und fotografierte das Schimmelpilzwachstum auf Tapeten und Zeltgewebe.

Diese medizinisch-mykologischen Erkenntnisse veranlaßten uns ab 1978, arzneilich genutzte Pflanzen auf antimykotisch wirksame Substanzen hin zu untersuchen.

Die Inhaltsstoffe der Pflanzen gaben nur eine richtungweisende Orientierung. Es waren die sogenannten "Sekundenphänomene", die die Pflanze als Informationsträger in den Vordergrund der medizinischen Betrachtung rückten. In der Biologie sind die Warnsysteme der Pflanzen inzwischen erforscht. Ein von Schädlingen befallener Baum warnt den Baum einer anderen Gattung durch Übertragung chemischer Moleküle, die der Wind verbreitet. Die Erklärung für die nach Empfang unmittelbar einsetzende Reaktion ist jedoch nicht im chemischen Molekül, sondern in der am Molekül haftenden elektromagnetischen Information zu finden.

Analog entstehen unter Anwendung der drei Arzneimittel GALIVERT - HERALVENT - ORICANT "Beschwerdebilder", die richtige oder fehlerhafte Immunreaktionen signalisieren.
Die Kombination der eventuell auch vor Verordnung vorliegenden Beschwerdebilder haben wir in der Heilungsdokumentation unter Symptome veröffentlicht.

Die chemisch-synthetische Therapie ist oft nicht ausreichend zur Heilung geeignet. Zur Verhinderung einer invasiven Aspergillose oder eines Pleuraempyems durch Candida albicans ("Ungewöhnliche Candida-Sepsis mit Pleuraempyem durch Candida albicans bei einem Kleinkind") stehen ihnen GALIVERT und ORICANT zur Verfügung. Im zitierten Fall mit Todesfolge hatte die Erkrankung mit Durchfall 20 Tage vor dem Tode begonnen (H. MOCH, P. DEICKE, S. DEVAUX, hautnah mykologie, 1/1991).

Der Therapieerfolg ist abhängig von der Beachtung der drei Grundregeln:

  • Verordnung natürlicher Arzneistoffe zur Überwindung des Immundefizits.
  • Keimreduzierung am Ort der Pilzinvasion. Hier stehen für die Atemwege ätherische Öle und den Darm Kräuter wie Wermut, Absinthium, schwarzer Rettich, Raphanus sativus oder das Bilsenkraut, Hyoscyamus niger D3 - D4 der Therapie zur Verfügung.
  • Umweltdiagnostik und -therapie. Es ist heute medizinisch-mykologische Praxis, Lebenspartner, Wohnung, Arbeitsplatz und die Lebensgewohnheiten des Patienten in Diagnostik und Therapie einzubeziehen.

Insbesondere die antimykotische Therapie der Familienmitglieder (Candida albicans wird über die Hand, Schleimhautkontakt, Geschirr und Wäsche übertragen) führte häufig erst zum gewünschten Therapieerfolg. Die Therapie der Familie sollte auch bei Symptomfreiheit durchgeführt werden, wenn der Patient zu Rezidiven neigt.

Der Therapieerfolg kann auch durch unkontrollierte Anwendung kosmetischer Pflegeartikel in Frage gestellt werden. Salbengrundlagen enthalten bakterizide und fungizide Inhaltsstoffe, die nicht deklarationspflichtig sind. Diese Inhaltsstoffe besitzen antibiotikaähnliche Wirkung und können die körpereigenen Regelsysteme lähmen. F. PERGER konnte die Immunblockade, die mindestens zwei Jahre, oft lebenslang, anhält, durch antibakterielle und fungizide Arzneimittel und andere Stoffe über einen Zeitraum von 15 Jahren nachweisen: Kompendium der Regulationspathologie und -therapie, J. Sonntag-Verlag, München 1990.

Es ist unbestreitbar, daß Heilpflanzen in der freien Natur gezwungen sind, bakterizide und fungizide Stoffe aufzubauen.
Diese Arzneistoffe stehen ihnen in GALIVERT, HERALVENT und ORICANT zur Überwindung der Hefe- und Schimmelpilzinfektionen zur Verfügung.

Verordnung:

Immundefiziente Patienten zwei bis dreimal wöchentlich

Allergische Reaktionen:

  • 4 Wochen HERALVENT morgens 5-8 Tropfen
  • 8 Tage Therapiepause
  • 4 Wochen ORICANT abends 5-8 Tropfen
  • 8 Tage Therapiepause
  • 2-3 Wochen GALIVERT mittags 5-8 Tropfen.

Bei diagnostisch einwandfreiem Befund ohne weitere Krankheiten wirkt die Verordnung des Einzelarzneimittels günstiger, z.B. bei Psoriasis ORICANT. Für GALIVERT ist die rezidivierende Diarrhoe ein sicheres Auswahlkriterium. Leitsymptome für HERALVENT sind HWS-Syndrom, Schulterhochstand und Antriebsschwäche und Lebensangst.

Anwendung in der Schwangerschaft, bei Alkoholunverträglichkeit, bei Kindern:

Der Alkoholgehalt des Arzneimittels kann reduziert werden, indem die Tropfen in warmem Holunder- oder Lindenblütentee gegeben werden; fünf Minuten mit dem Plastiklöffel rühren. Schwangeren wird nur die Hälfte der Normaldosis verordnet, um stärkere Immunreaktionen zu vermeiden. Säuglingen wird 1 Tropfen jeden 2. Tag, Kleinkindern ab 1. Lebensjahr 2 Tropfen jeden 2. Tag, bis 5 Jahre 3 Tropfen jeden 2. Tag verordnet. Säuglingen um den Nabel in die Haut einreiben, Kleinkindern in die Haut der Ellenbeuge. Kinder verfügen über ein besseres Reaktionsvermögen des Immunsystems, wodurch sich die Therapiezeit wesentlich verkürzt. Es genügen bis 15 Jahre 3-5 Tropfen 2-3 mal wöchentlich.
Die Arzneimittel können auch in Quellwasser (Spa, Vittel, Volvic) eingenommen werden.
Bei massiver Schädigung des Immunsystems werden jährlich 2-3 mal 10 ml verordnet.

Für die Behandlung von Hautkrankheiten stehen unsere Salben zur Verfügung:

CHAMOMILLA-Sebum-Taurinum-Lühr und van-guard-Hautsalbe

Die Grundlagen der Salben bestehen aus Rindertalg von biologisch gehaltenen Kühen, der mit Gewürzkräutern desinfiziert und konserviert wird. Sogenannte "BSE-Erreger" haben in unseren Salben keine Chance. Die Herstellung erfolgt ohne Zusätze oder Gebrauch von chemisch-synthetischen Stoffen.
99,5 Gramm Sebum-Taurinum-Lühr fügen wir Oleum Chamomilla 0,5 Gramm zu => CHAMOMILLA-Sebum-Taurinum-Lühr.
93,0 Gramm Sebum-Taurinum-Lühr fügen wir 7,0 Gramm Oleum Thymi zu => van-guard-Hautsalbe.
Die van-guard-Hautsalbe kann als Ersatz für Cortisonsalbe eingesetzt werden. Beide Salben werden seit 1989 verordnet.
Die Salben sind in der Apotheke zu beziehen.